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Sonntag, 20.10.2019

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Missbrauch in der Kirche: Kardinal Marx fordert Umdenken

Verantwortliche müssten "hinschauen, hören und Konsequenzen ziehen" - 18.09.2018 17:12 Uhr

Kardinal Reinhard Marx ist Erzbischof von München und Freising sowie Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz. © Lukas Barth/epd


Er forderte stattdessen dazu auf, Haltungen zu überdenken und zu verändern. Hintergrund ist eine Studie zum sexuellen Missbrauch in der katholischen Kirche in Deutschland, die kommenden Dienstag veröffentlicht werden soll.

Die Verantwortlichen in der Kirche müssten "hinschauen, hören und Konsequenzen ziehen", so Kardinal Marx, es werde ein schmerzvoller Prozess: "Es ist nicht einfach, sich darüber auszutauschen, aber wir dürfen der Herausforderung nicht ausweichen". Kritik solle vielmehr als Ermutigung begriffen werden, diese Aufgabe anzupacken.

Studie: Massiver Missbrauch in der katholischen Kirche

Die von der Deutschen Bischofskonferenz in Auftrag gegebene Missbrauchsstudie hat die Situation in der katholischen Kirche in Deutschland aufgearbeitet – mit erschütternden Ergebnissen, wie Spiegel und Zeit kürzlich vorab berichteten. Demnach kommt die Studie zu dem Ergebnis, dass mutmaßlich 1670 katholische Kleriker zwischen 1946 und 2014 insgesamt 3677 meist männliche Minderjährige sexuell missbrauchten.

dpa

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