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Mit dem Hämmerchen auf der Suche nach Blasen im Beton: Brücken-Examen an der B299 in Neumarkt

Eine erste Überprüfung stand an, ob das Bauwerk für Radfahrer und Fußgänger sicher gebaut ist - 17.04.2021 15:05 Uhr

Bau-Ingenieurin Andrea Achhammer machte sich mit ihren Kollegen an die langwierige Aufgabe: Sie sichteten das komplette Brückenbauwerk, ob Schäden zu finden sind.

17.04.2021 © Wolfgang Fellner, NN


Arbeiter der Bauunternehmung Bögl aus Sengenthal, die die Brücke fertigt, waren ebenso vor Ort. Sie legten letzte Hand an an Stellen, an die man später ohne weitere Sperre der Straße nicht mehr kommt. Das alles sollte an diesem Tag erledigt werden. Auch Mitarbeiter einer Stahlbaufirma waren angerückt; sollte es zu Transportschäden am Stahlrahmen der Brücke gekommen sein, hätten sie diese sofort beheben können.

Bei warmen Wetter gegossen

Zuerst galt aber alle Aufmerksamkeit den Betonteilen der Brücke, die sich über die B299 spannt. Sie waren, als es das Wetter zuließ, sprich, es nicht zu kalt war, am 31. März gegossen worden. Zugleich nahmen die Arbeiter von Bögl die Kappenschalung ab, die noch vor Ort war.

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Der neuen Fußgängerbrücke mit dem Hämmerchen auf den Zahn gefühlt

Auch eine Brücke kann benotet werden: So, wie die neue Fußgänger- und Radbrücke an der B299 in Pölling. Mitarbeiter des staatlichen Bauamtes aus Regensburg nahmen das Bauwerk nun ab. Es war nur ein erster Test, weitere werden folgen.


Für die Durchführung der Arbeiten war aus Sicherheitsgründen eine Vollsperrung der B299 im Zeitraum von 6:3 bis 22 Uhr nötig. Während der Sperrung war der Verkehr vom Blomenhof kommenden bis zum Pöllinger Kreisel frei. Ab dort ging es über die Nürnbergerstraße, den Kurt-Romstöck-Ring und die Staatsstraße 2240 wieder südlich von Neumarkt auf die Bundesstraße 299 zurück. Die Umleitungsstrecken waren umfangreich ausgeschildert, so dass es zu keinen größeren Behinderungen kam. Nur zwei Biker nahmen das nicht so ernst: Sie rollten mit röhrenden Motoren unter den Hubsteigern hindurch Richtung Pöllinger Kreisel und weg waren sie.

Eine rechtliche Abnahme folgt noch

Bei der Prüfung, sagte Bau-Ingenieurin Andrea Achhammer, gehe es unter anderem darum, Hohlstellen im Bauwerk zu finden. So welche vorhanden sind. Dafür klopfte sie mit dem Hammer die beiden Brückenköpfe und auch die Brücke ab. Sollten Hohlstellen zu finden sein, könnten die Arbeiter sie gleich füllen. Rund vier Stunden dauere das Prozedere, sagte sie. Die Hauptprüfung H1, die sie durchführte, wird dabei nicht die letzte sein. Wenn die Wege angelegt, die Böschungen fertig und alles soweit ist, das soll vorraussichtlich Ende Mai sein, wird es noch eine rechtliche Abnahme des Bauwerkes geben.

Es ist leiser geworden: Das sagt ein Anwohner, der in seinem Garten direkt neben dem mächtigen Damm werkelt. Und, hofft er, wenn die Ampel unter der Brücke, über die derzeit die Radler und Fußgänger unterwegs sind, einmal weg ist, wird es noch leiser. Denn dann falle das Anfahren der Pkw und Lkw weg, die im Moment immer wieder mal vor der Ampel warten müssen. Insgesamt, sagt er, sei die Situation wesentlich besser geworden als sie war, als der Verkehr noch direkt am Haus vorbei über den Ring nach Neumarkt rollte. Und irgendwas hören, sagt er und lacht: "Das wirst Du doch immer."

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