Mollath-Unterstützer ruft auf: Chefarzt "dringend vernichten"

Wie der Nordbayerische Kurier berichtet, hat sich der Angeklagte erstmals am 18. Dezember 2012 telefonisch bei Leipziger gemeldet, als der Fall Mollath gerade in der Öffentlichkeit diskutiert wurde. Leipziger erklärte ihm, dass er nicht für die Unterbringung Mollaths in der Klinik verantwortlich sei. Daraufhin wurde der Anrufer ausfällig und drohte, Leipziger seine "verleumderische Zunge abzuschneiden."

Mollath blieb noch länger in der Psychiatrie - und mit der Zeit wurden die Anfeindungen immer aggressiver. Der Mann drohte sogar, Leipziger umzubringen. Der 39-Jährige aus Neustadt ging auch an die Öffentlichkeit und publizierte eine Hetzschrift mit der Überschrift: "Notorisch verleumdenden Scharlatan und Quacksalber Klaus Leipziger aus Bayreuth dringend vernichten". Die Staatsanwaltschaft sah darin einen öffentlichen Aufruf zur Tötung.

Auch ein Polizeikommissar wurde von dem Mann schwer beleidigt. Der Staatsanwalt wirft ihm nun Bedrohung in zwei Fällen, öffentliche Aufforderung zu Straftaten, Beleidigung und versuchte Nötigung vor.

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