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Nach dem Corona-Schock: So plant Nürnbergs Messe den Restart

Mit GaLaBau startet Betrieb nach wochenlanger Ruhe mit einem Schwergewicht - 30.05.2020 19:46 Uhr

Das Gelände der NürnbergMesse im Süden der Frankenmetropole soll sich ab September wieder mit Ausstellern und Besuchern füllen. © Daniel Karmann, dpa


Die Erleichterung ist nicht zu übersehen: "Wir begrüßen die Entscheidung sehr, dass ab dem 1. September wieder Messen in Bayern stattfinden dürfen", kommentiert die NürnbergMesse den Beschluss der bayerischen Staatsregierung von Dienstag. Auf das Messegelände im Süden Nürnbergs kehrt somit nach der monatelangen Corona-Ruhe das Leben gleich mit einem Schwergewicht zurück. Vom 16. bis 19. September präsentiert die GaLaBau ein breites Spektrum von der Pflanze bis zur Maschine. Zuletzt haben auf der internationalen Leitmesse der Garten- und Landschaftsbaubranche, die alle zwei Jahre stattfindet, 1252 Aussteller ihr Sortiment gezeigt. Über 70.000 Fachbesucher zogen 2018 durch die Hallen.


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Wie viele es in diesem Jahr sein werden, dazu wagt Messesprecher Ulf Santjer keine Prognose. Doch egal, wie viele es letztendlich sind: Sie alle sollen sich in den Hallen geschützt vor dem Coronavirus fühlen. Deshalb feile die Messe gerade an einem Hygiene- und Sicherheitskonzept. Dabei gehe es zum Beispiel um Abstandregelungen und den Verzicht auf Abendveranstaltungen. Und es werde eine Messe mit Maske, so Santjer. Das bayerische Gesundheitsministerium, das Nürnberger Gesundheitsamt und die Polizei seien in die Planung einbezogen.

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Grünes Licht für Consumenta

Nicht nur Fachbesucher können sich im Herbst wieder auf der Messe tummeln. Grünes Licht gibt es auch für die Verbrauchermesse Consumenta, die jedes Jahr zehntausende Interessierte anlockt. Die Konsumgüterschau öffnet von 24. Oktober bis 1.November ihre Tore. Die Ausstellungsmacher erweitern die Palette 2020 um die "Baby-Welt". Das Angebot für Kinder und Eltern läuft vom 30. Oktober bis 1. November, kündigt der Consumenta-Veranstalter AFAG an. Projektleiter Maik Heißer hält die Consumenta in diesem Jahr für besonders wichtig. Denn sie biete eine Plattform für die regionale Wirtschaft, die in der "wirtschaftlich schwierigen Zeit" hier ihre Produkte anbieten könne.

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Was in diesem Jahr dagegen flach fällt: die Insights-X, die für Mitte Oktober anberaumt war. Die sechste Ausgabe der Fachmesse für Papier-, Büro und Schreibgerätebedarf findet damit erst 2021 statt. Der Veranstalter, die Nürnberger Spielwarenmesse eG, setzt auf Webinare als alternatives Angebot.

Zu den Veranstaltungen, die vor dem Datum für den Messe-Neustart auf dem ursprünglichen Programm stehen, zählen die Feuer Trutz und die Stone-tec. Die internationale Fachmesse für Brandschutz ist nun für 30. September und 1. Oktober 2020 geplant. Die internationale Fachmesse für Naturstein und Steintechnologie, die alle zwei Jahre stattfindet, wird auf Mai oder Juni 2021 verschoben. Die Entwicklerkonferenz Developer Week, ursprünglich geplant für Ende Juni, Anfang Juli, soll noch in diesem Jahr nachgeholt werden. Das Treffen der Software-Experten mit über 250 Vorträgen und Workshops ist jetzt für 2. bis 6. November terminiert.

Neu: Kongress zur Wasserstoffwirtschaft

Vier Tage später startet dann ganz regulär ein weiteres Schwergewicht im Messekalender: die BrauBeviale. Die Investitionsgütermesse rund um die Getränkeherstellung hat zuletzt knapp 1100 Aussteller nach Franken gebracht, die über 40.000 Fachbesuchern ihr Angebot präsentierten. Neben Sudkesseln und Abfüllanlagen geht es hier auch um Rohstoffe wie Hopfen, um Marketing-Produkte sowie um Trends auf dem Getränkemarkt.

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Nach jetzigem Stand ebenfalls auf dem Programm steht nicht zuletzt auch die ConSozial. Die Kongressmesse für den Sozialmarkt findet am 28. und 29. Oktober statt. Und auch eine Neuheit soll es geben: Am 18. November hat der Hydrogen Dialogue seine Premiere. Die Veranstaltung soll dazu beitragen, Nürnberg zum Zentrum der Wasserstoffwirtschaft zu machen.

Für Messesprecher Santjer steht unterdessen fest: Messen als wichtiges Instrument des Marketings stehen auch nach dem Corona-Shutdown nicht infrage. Aussteller und Besucher freuten sich auch künftig darauf, sich regelmäßig auf den Messen wie beim Lagerfeuer zu treffen.

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