11°

Samstag, 19.10.2019

|

zum Thema

Nach Großbrand 2015: Wiesenhof schlachtet bald wieder

Betrieb will nach Millionenschaden Personalstand wieder aufbauen - 01.04.2016 16:52 Uhr

Durch den Brand am 16. Februar 2015 entstand an der Wiesenhof Hähnchen-Schlachtanlage in Bogen ein zweistelliger Millionenschaden. © dpa


Perspektivisch könnten in Bogen dann täglich bis zu 220.000 Tiere geschlachtet werden - wie vor dem verheerenden Feuer vom Februar 2015 auch. In Niederbayern sollen aber keine Tiere aus dem an diesem Ostermontag durch einen Brand zerstörten Wiesenhof-Betrieb im niedersächsischen Lohne geschlachtet werden. Diese sollen zu anderen Schlachtereien gebracht werden.

Der Brand in Bogen von Mitte Februar 2015 mit einem Schaden im zweistelligen Millionenbereich war nie aufgeklärt worden. Da keine genaue Brandursache ermittelt werden konnte, sei das Verfahren eingestellt worden, betonte Klaus Dieter Fiedler von der Staatsanwaltschaft Straubing. "Anhaltspunkte für eine vorsätzliche Brandstiftung sind nicht gefunden worden. Es ist daher von einem technischen Defekt oder Fahrlässigkeit auszugehen."

Bilderstrecke zum Thema

Bogen: Millionenschaden nach Brand in Hendl-Schlachtanlage

Bei einem Brand in einer Hähnchen-Schlachtanlage im niederbayerischen Bogen (Landkreis Straubing-Bogen) ist in der Nacht zum Montag ein zweistelliger Millionenschaden entstanden.


"Wir gehen heute davon aus, dass voraussichtlich bis zum dritten Quartal dieses Jahres in Bogen nicht nur wieder geschlachtet, sondern auch die Weiterverarbeitung aufgenommen werden kann", erläuterte die Sprecherin. Dann solle auch der Personalstand wie vor dem Feuer aufgebaut werden. Vor dem Brand waren gut 800 Menschen in dem Betrieb beschäftigt.

Dagegen laufen in Lohne die Aufräumarbeiten und die Ermittlungen zur Brandursache. Das niedersächsische Wirtschaftsministerium und die Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätten (NGG) bangen um die mehr als 1200 Arbeitsplätze und wollen sich für deren Erhalt einsetzen. Ein Großteil der Beschäftigten sei bis auf weiteres zu Hause und bekomme den Lohn vorerst weiter, bekräftigte die Wiesenhof-Sprecherin am Freitag. Erst in der kommenden Woche könnten Auskünfte darüber gegeben werden, wie viele Mitarbeiter weiterbeschäftigen werden können.

dpa

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus dem Ressort: Region