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Dienstag, 15.10.2019

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Nach schwerem A3-Unfall in Franken: Polizei zeigt 13 Gaffer an

Autobahn war nach der Kollision für 17 Stunden gesperrt - 11.06.2019 10:15 Uhr

Bei einem schweren Lkw-Unfall wurden in der ersten Juniwoche sechs Personen verletzt, ein Lkw-Fahrer hatte sich schwere Verletzungen zugezogen. © NEWS5 / Merzbach


Kurz nach 14.20 Uhr war der Einsatz für die Verkehrspolizei Würzburg-Biebelried am Donnerstag losgegangen: Zwischen den Anschlussstellen Würzburg-Kist und Würzburg-Heidingsfeld auf der A3 war ein Sattelzug in Fahrtrichtung Nürnberg auf ein Stauende aufgefahren. Das Fahrzeug des Verursachers und zwei weitere Lkw gingen daraufhin sofort in Flammen auf. Der Unfallverursacher zog sich schwere Verletzungen zu, fünf weitere Personen klagten über leichtere Blessuren.

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Rauchsäule über der A3: Drei Lkw gehen nach Unfall in Flammen auf

Am Donnerstag sind drei Lastwagen auf der A3 nahe Würzburg komplett ausgebrannt. Ein Sattelzug hatte ein Stauende zu spät wahrgenommen oder sogar übersehen, er fuhr auf einen weiteren Lastwagen auf. Kurz darauf standen drei Lkw in Flammen, eine dichte Rauchsäule hing über der A3.


Am Dienstag berichtete die Polizei Unterfranken, dass die Polizisten es vor Ort wieder mit etlichen "Katastrophentouristen" zu tun hatten, wie die Pressestelle schreibt. Viele Autofahrer waren mit ihren Fahrzeugen laut Polizei auf der nicht gesperrten Gegenfahrbahn regelrecht "vorbeigekrochen". Darunter waren etliche Gaffer, die das Unfallgeschehen sogar mit ihren Handys filmten. Im Zeitraum zwischen 16.30 Uhr und 18.30 Uhr wurden laut Polizei insgesamt 13 Verstöße dieser Art festgestellt - jeweils wurden 100 Euro Bußgeld fällig sowie ein Punkt in Flensburg. Die A3 konnte erst am Folgetag und ganze 17 Stunden später wieder freigegeben werden.

Zuletzt hatte ein tödlicher Unfall auf der A6 bei Schwabach für Wirbel gesorgt, bei dem ebenfalls viele Gaffer das Lkw-Wrack gefilmt hatten. Einem Polizist war daraufhin der Kragen geplatzt und er konfrontierte die Filmenden vor Ort mit ihrem Verhalten. Für seine Wutrede bekam der Beamte von vielen Seiten Zuspruch und Lob.

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