Montag, 27.01.2020

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Neuer Wohnraum: Fürth setzt aufs Aufstocken

Ehemaliger Quelle-Kindergarten wurde in modernes Quartier umgewandelt - 30.10.2019 11:00 Uhr

Aus dem ehemaligen Quelle-Kindergarten ist eine moderne Wohnanlage geworden. Im Erdgeschoss finden sich die Stellplätze für die Autos der Bewohner. © Foto: Thomas Scherer


Aus der Not heraus geboren, sorgt eine Patentlösung für Aufträge am Bau: Weil vielerorts Wohnraum zur Mangelware geworden ist, Grundstücke aber nicht unbegrenzt verfügbar sind, werden Gebäude reihenweise aufgestockt. 

Auch in Fürth sattelt die städtische Wohnungsbaugesellschaft (WBG) gerne eins drauf. Natürlich unter Beachtung gesetzlicher Vorgaben und der Baustatik, so WBG-Geschäftsführer Rolf Perlhofer bei der Einweihung der jetzt fertiggestellten drei Wohneinheiten auf Teilen des Quelle-Kindergartens in der Austraße, der vor zehn Jahren aufgelassen worden war.

Bereits damals kaufte die WBG das über 2500 Quadratmeter große Areal aus der Insolvenzmasse des Fürther Versandhauses. Nach einer Zwischennutzung – unter anderem als Quartier für unbegleitete jugendliche Flüchtlinge – wurde die zeitgemäße Umwandlung des in die Jahre gekommenen Baukörpers in Angriff genommen. Architekt Dieter Karl Ludwig entfernte einen Teil der Substanz aus den 1960er Jahren, wandelte das Erdgeschoss in eine Garage um und erstellte auf dem massiven Unterbau drei Wohneinheiten.

"Uns war es wichtig, die vier über 100 Jahre alten Eichen auf dem Gelände nicht zu gefährden", sagt Perlhofer. Die mächtigen Sauerstoffspender sind über 20 Meter hoch und als Naturdenkmäler deklariert. Für ihren Erhalt hatten sich Naturschützer stark gemacht. Die Stadt sicherte den Baumschutz zu.

Laut Perlhofer, der mit seinen Mitarbeitern über 2600 Wohnungen im Stadtgebiet betreut, hat die WBG in den letzten Jahren in Fürth bereits über 10.000 Quadratmeter neuen Wohnraum durch das Aufstocken bestehender Gebäude geschaffen. Nach aufwendigen Untersuchungen und zahlreichen Machbarkeitsstudien will die Wohnungsbaugesellschaft in absehbarer Zeit weitere 100 Wohnungen auf diese Weise schaffen. Einen Schwerpunkt bildet dabei die Hardhöhe.

Thomas Scherer

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