Auto durchsucht

170 verbotene Tabletten: Zöllner lassen sich nicht täuschen

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20.1.2023, 10:55 Uhr
Der Autofahrer hatte das Handschuhfach voll mit starken Schmerzmitteln.

© imago stock&people Der Autofahrer hatte das Handschuhfach voll mit starken Schmerzmitteln.

Zollbeamte der Kontrolleinheit Verkehrswege des Hauptzollamts Regensburg haben auf einem Autobahnrastplatz nahe Neumarkt einen Pkw kontrolliert.

Der 32-jährige Fahrer gab an, Verwandte in Nürnberg besucht zu haben und sich jetzt auf dem Heimweg zu befinden. Betäubungsmittel habe er nicht dabei.

Bei der anschließenden Kontrolle stellte sich allerdings schnell heraus, dass das glatt gelogen war: Im Handschuhfach befand sich, versteckt in einem Handschuh, eine Plastiktüte mit 45 Tabletten mit dem Wirkstoff Levomethadon.

Dieses starke Schmerzmittel stammt aus der Gruppe der Opioide und wird auch zur Substitutionstherapie bei einer Opioidabhängigkeit eingesetzt.

Clonazepam und Buprenorphin im Handschuhfach

Des Weiteren wurden bei der Personenkontrolle 89 Tabletten mit dem Wirkstoff Clonazepam gefunden. Diese Pillen machen abhängig und haben krampflösende, dämpfende und angstlösende Eigenschaften.

Zudem fanden die Beamten 37 Tabletten mit dem Wirkstoff Buprenorphin aufgefunden. Dabei handelt es sich um einen schmerzlindernden Wirkstoff aus der Gruppe der Opioide, der auch zur Behandlung einer Opioidabhängigkeit eingesetzt wird.

Darauf angesprochen gab der Reisende an, sich derzeit in einer Substitutionstherapie zu befinden, einen Nachweis dafür konnte er allerdings nicht vorlegen.

Da die Wirkstoffe der aufgefundenen Tabletten allesamt in der Anlage III zum Betäubungsmittelgesetz aufgeführt werden, stellten die Zöllner die Tabletten sicher und leiteten gegen den Mann ein Verfahren wegen des Verdachtes eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz ein.

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