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Als Helmut Hampl aus Berg in der 2. Bundesliga stürmte

Der Flügelspieler hatte in den 80ern seine große Zeit beim Hessen Kassel - 04.12.2019 12:21 Uhr

Flügelstürmer Helmut Hampl hatte seine große Zeit Anfang der 80er Jahre beim Zweitligisten Hessen Kassel. Nur knapp verpasste der KSV den Aufstieg in die Bundesliga. © Foto: Helmut Himmler


"Jede Gemeinde bringt immer wieder ausgezeichnete Sportler, mithin auch filigrane Fußballer hervor", schreibt Himmler. "So war und ist das auch in unserer Gemeinde. In den letzten Jahrzehnten spielten beim FC Sindlbach, dem SC Oberölsbach, bei den Juralöwen des TSV Stöckelsberg und insbesondere beim DJK-SV Berg feine Spieler, die famos mit dem Ball umgehen konnten."

Herausragend und überragend allerdings sei aber ein besonderer Ballkünstler gewesen: Helmut Hampl aus Berg. Nach der "Grundausbildung" bei der DJK spielte er beim ASV Neumarkt in der Landes- und Bayernliga. Der Berger war ein herausragender Flügelspieler: Er war technisch stark, schnell und verfügte über eine enorme Schusstechnik.

Nach Stationen beim 1. FC Nürnberg und Eisenstadt (Österreich) trug Helmut Hampl von 1978 bis 1985 sieben Jahre das Trikot des KSV Hessen Kassel – ab 1980 in der 2. Bundesliga. Während dieser Zeit erzielte er 103 Tore in 228 Spielen, davon 38 in der Saison 1978/79.

Ein besonderer Tag war für Helmut Hampl der 20. August 1982. Denn an jenem Freitag erzielte er in Saarbrücken innerhalb von vier Minuten drei Tore – also einen lupenreinen Hattrick.

Doch ausgerechnet der Trainer Jörg Berger musterte den Berger 1985 aus. "Er wollte die Mannschaft verjüngen, und ich war damals 34", erinnerte sich Hampl vor einigen Jahren im Interview mit der Hessischen/Niedersächsischen Allgemeinen (HNA). "Aber ich war so fit wie mit 24 und sehr enttäuscht, dass unser Trainer mehr auf das Geburtsdatum als auf die Leistung geachtet hat."

Im vergangenen September feierte Helmut Hampl seinen 69. Geburtstag. Er lebt heute weitgehend in Thailand. "Weil Thailand das schönste Land der Welt ist und weil es dort immer warm ist", erklärte er gegenüber der HNA. "Mein liebstes Hobby ist Motorradfahren. Darauf müsste ich in Deutschland im Herbst und im Winter verzichten, aber in Thailand kann ich immer Motorradfahren."

Außerdem könne er von dort aus andere Länder in Südostasien bereisen. "Deine eigentliche Heimat bleibt Berg", schreibt Bürgermeister Himmler. "Und du bist bei uns immer willkommen."

nn/nd

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