18°

Donnerstag, 23.05.2019

|

Am Karfreitag vollenden sich die Passionsspiele 2019 in Neumarkt

Am Abend steht die letzte Aufführung der Leidensgeschichte Christi auf dem Programm - 19.04.2019 09:23 Uhr

Jesus am Kreuz: Doch damit ist noch nicht alles vorbei, im Gegenteil, es beginnt erst. © Wolfgang Fellner


Es waren, so, wie alle Passionsspiele vorher, besondere: Eine eingeschworene Gemeinschaft, alles Laien, setzten unter Anleitung von Regisseur Michael Ritz das 2000 Jahre alte Geschehen in Szene. 

Wobei die Passionsspiele 2019 radikal anders waren als ihre Vorgänger in all den vielen Jahren vorher: Ritz hatte das Spiel auf seinen Kern reduziert, alles Überflüssige von der Bühne geräumt. Die ist ein karger, kahler Raum geworden, mit flächigen Projektionen und wechselnden Lichtfluten wird die Stimmung gekonnt akzentuiert.

Es fällt kein Vorhang, abgesehen von einer Pause in der Mitte des Spieles wird der Zuschauer in die Handlung regelrecht hineingesaugt, aus einem Guss geht es dahin, stürmisch, stampfend, urgewaltig, aber auch mit hellen, nachdenklichen, pathetischen Momenten. Hocker und karge Tische wandern mit den Darstellern auf die Bühne und verschwinden mit ihnen wieder im Off. Ritz tut alles, damit sich die Zuschauer auf die Handlung konzentrieren, durch keine überflüssigen Manierismen abgelenkt sind.

Wissenswertes rund um die Passionsspiele 2019

Und das klappt, kommt bei den Zuschauern an. Vielen stehen nach dem dreistündigen Spiel über das Leiden und Sterben Christi die Tränen in den Augen, sie sind ergriffen, fühlen sich von der Glaubensbotschaft des Christentums in ihrem Innersten berührt.

Bilderstrecke zum Thema

Tod, Trauer, Auferstehung: Die Passionsspiele 2019 in Neumarkt

Es ist ein ergreifendes Spiel: Rund 300 Menschen spielen die letzten Tage Jesu und seine Auferstehung beim Passionsspiel in Neumarkt.


Wenn das Spiel am Freitag Abend zuende ist, bleibt nur das Warten auf Ostern im Jahren 2019. Weniger charismatisch als auf der Bühne geht es dabei in der kleinen Jurahalle, in der die zahllosen Aufführungen über die Bühne gegangen sind, am Tag danach zu: Da ist Ramadama angesagt, die Halle muss komplett geräumt werden. Erst dann kann der österliche Geist Einzug halten in den Familien der vielen Mitwirkenden.

 

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus: Neumarkt