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Amberger "Prügel-Attacke": Täter nach Kabul abgeschoben

Joachim Herrmann veröffentlichte ein entsprechendes Statement in Netz - 22.05.2019 10:15 Uhr

Wie der bayerische Innenminister Joachim Herrmann auf seiner Facebook-Seite veröffentlichte, soll sich auch ein "Amberger Prügelattacken-Täter" an Bord des Abschiebeflugs befunden haben. © Daniel Maurer/dpa


In der afghanischen Hauptstadt Kabul ist am Mittwochmorgen ein weiterer Abschiebeflug aus Deutschland eingetroffen. An Bord befanden sich auch drei abgelehnte Asylbewerber aus Baden-Württemberg, wie ein Sprecher des Innenministeriums am Mittwoch in Stuttgart sagte. Es handele sich um zwei Straftäter und einen Mann, der sich geweigert habe, seine Identität preiszugeben.

Insgesamt wurden mit diesem jüngsten Flug 26 Afghanen in das Land am Hindukusch gebracht, wie Beamte am Flughafen in Kabul mitteilten. Es war die 24. Sammelabschiebung seit dem ersten Flug im Dezember 2016. Bei den bisherigen 23 Abschiebungen hatten Bund und Länder 565 Männer nach Afghanistan zurückgebracht. Kritiker weisen darauf hin, dass die Sicherheitslage in Afghanistan weiter angespannt ist.

Amberger "Prügel-Täter" ebenfalls im Flugzeug

Wie der bayerische Innenminister Joachim Herrmann auf seiner Facebook-Seite veröffentlichte, hat sich auch ein "Amberger Prügelattacken-Täter" an Bord befunden. "Damit haben wir unsere Ankündigung nach dem Strafurteil am 10. Mai 2019 schnell umgesetzt und für Tatsachen gesorgt", schreibt Herrmann. Die Linie der konsequenten Abschiebung von Straftätern würde man weiter fortsetzen. "Jemand, der hier um Asyl ersucht, aber gleichzeitig massiv gegen Gesetze verstößt und beispielsweise andere verletzt, hat hier nichts mehr zu suchen", so Herrmann weiter. Dafür habe man beim Landesamt für Asyl und Rückführungen eine spezielle Task-Force.

Bei dem vom Bundesinnenministerium organisierten Sammelcharter mit insgesamt 24 abgelehnten afghanischen Asylbewerbern soll demnach auch einer der vier verurteilten Straftäter der sogenannten "Amberger Prügelattacken" vom Dezember 2018 abgeschoben sein. Damals waren drei afghanische und ein iranischer Asylbewerber und betrunken durch die Amberger Innenstadt gezogen und hatten dabei grundlos auf Passanten eingeprügelt.

 

mch, dpa

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