Lauter Protest

Anwohner der B8 fordern, endlich eine Umgehung für Postbauer zu schaffen

23.6.2021, 14:22 Uhr

Zwar hat das Straßenbauamt Regensburg jetzt eine Vorplanung präsentiert, doch der trauen sie nicht. Zulange sind sie hingehalten worden. Eine massive Plakat-Aktion war die Folge.

"Auch an der B8 fährt ständig der Feinstaub mit", steht auf dem einen Plakat, "B8-lich viel Lärm und Abgase – Umgehung JETZT" auf einem anderen, "Lkw-Kolonnen jeden Tag, das ist das was keiner mag" oder "Der Verkehr wird immer mehr, die Umgehung muss jetzt her" auf einem anderen. Auf wieder einem anderen wird "der Politik" für ihr Versagen gedankt, dass hier nichts vorangeht.

Eine Frau, die wegen corona-bedingten Abstands nur zu verstehen ist, wenn gerade mal kein Lkw oder Pkw vorbei braust in einem Meter Entfernung, sagt, eigentlich sollten alle hier verkaufen und wegziehen: Es sei nicht auszuhalten.

Postbauer-Hengs Bürgermeister Horst Kratzer hat volles Verständnis für die Anwohner, 204 Bürger sind es in 63 Anwesen, das hat eine Erhebung ergeben. Es müsse etwas passieren, auch er sei dafür, dass die Umgehung gebaut werde. Dazu müssten aber die Grundstücksbesitzer die nötigen Flächen verkaufen. In den 80er Jahren scheiterte das bei einem ersten Anlauf.

Viele, die an der B 8 wohnten, wollten Grund nicht abgeben. Das sei jetzt zwei Generationen her, sagt Kratzer, und hofft, das es diesmal gelingt. Rund 13 000 Lkw und Pkw rollen täglich durch den Ort, eine hohe Belastung. Er hofft, dass die Umgehung bald gebaut werden kann.

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