Wirtschaft

Arbeitslosigkeit steigt im Landkreis Neumarkt leicht an

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29.7.2022, 11:10 Uhr

© Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild

Im Berichtsmonat sind im Agenturbezirk Neumarkt 1.555 Männer und Frauen arbeitslos. Das sind vier Personen oder 0,3 Prozent mehr als im Vormonat und 15 Personen oder 1,0 Prozent mehr als vor einem Jahr. Erstmals oder erneut arbeitslos gemeldet haben sich 432 Menschen. Das sind 56 Zugänge oder 14,9 Prozent mehr als vor einem Jahr. Gleiches taten seit Jahresbeginn 3.241 Männer und Frauen. Das sind 26 Meldungen oder 0,8 Prozent mehr als in den ersten sieben Monaten letzten Jahres.

Dem gegenüber stehen 423 Personen, die im Berichtsmonat ihre Arbeitslosigkeit beendet haben. Das sind 45 Abgänge oder 11,9 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Seit Jahresbeginn haben sich 3.092 Männer und Frauen abgemeldet. Das sind 280 Abgänge oder 8,3 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

Mit 2,0 Prozent liegt die aktuelle Arbeitslosenquote um 0,1 höher als im Juli vergangenen Jahres und auf dem gleichen Level wie im Vormonat.

Die Neumarkter Arbeitgeber haben im Berichtsmonat 169 Arbeitsstellen gemeldet. Das sind 162 Angebote oder 48,9 Prozent weniger als vor einem Jahr. Seit Jahresbeginn wurden 1.700 Stellen gemeldet. Das sind 13 Ausschreibungen oder 0,8 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum des letzten Jahres. Der Bestand umfasst aktuell 1.394 offene Stellen. Das sind 121 Vakanzen oder 9,5 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Ausbildungsmarkt: Die Arbeitgeber haben 1.327 Berufsausbildungsstellen gemeldet. Das sind 118 Angebote oder 9,8 Prozent mehr als im Juli 2021. Darauf haben sich insgesamt 608 junge Menschen beworben. Das sind 41 Personen oder 6,3 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.

Im gesamten Agenturbezirk Regensburg – Regensburg Stadt/Land, Kelheim und Neumarkt – sind im Berichtsmonat 9.697 Männer und Frauen arbeitslos gemeldet. Das sind 442 Personen oder 4,8 Prozent mehr als im Vormonat, jedoch 666 oder 6,4 Prozent weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote beträgt aktuell 2,7 Prozent und liegt damit 0,1 Prozentpunkte über dem Wert des Vormonats, jedoch 0,2 unter dem Juli des letzten Jahres.

Dazu Johann Götz, Geschäftsführer Operativ der Agentur für Arbeit Regensburg: „Die Gesamtzahl der Arbeitslosen steigt im Juli weiter an. Hiervon betroffen sind, neben den verstärkt gemeldeten Menschen aus der Ukraine, vor allem Jugendliche. Der Anstieg begründet sich überwiegend auf den für diesen Monat üblichen Fluktuations-Effekt, da das Ausbildungs- beziehungsweise das Schuljahr endet und deshalb für viele junge Menschen berufliche Veränderungen anstehen.

Erfahrungsgemäß sollte die Zahl der jugendlichen Arbeitslosen nach der Ferien- und Urlaubszeit wieder deutlich sinken. Im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen wir erfreulicherweise einen weiteren Rückgang der Arbeitslosigkeit. Die Vorhersagen der Unternehmen zu den wirtschaftlichen Aussichten fallen unterschiedlich aus. Angesichts der weiterhin andauernden Pandemie und des Kriegs in der Ukraine zeigt sich, dass Belastungen durch Lieferengpässe zunehmen. In wie weit sich diese Schwierigkeiten auf den Arbeitsmarkt auswirken bleibt abzuwarten.

Auf dem Ausbildungsmarkt hingegen sind noch eine ganze Anzahl von Ausbildungsstellen unbesetzt, so dass hier noch gute Einstiegschancen für junge Menschen bestehen. Jetzt heißt es Endspurt: Auch in den Ferien sind unsere Berufsberater aktiv und bieten Termine vor Ort an. Besorgte Eltern, die eine entscheidende Schlüsselrolle bei der Berufswahl ihrer Kinder spielen, können gerne einen gemeinsamen Termin bei der Berufsberatung in der Agentur für Arbeit vereinbaren.“

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