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Army investiert in Regenrückhaltebecken

Hohenfels: Fassungsvermögen wurde nach Starkregen 2013 erhöht - 25.09.2014 16:00 Uhr

Das Regenrückhaltebecken nahe Hohenburg verhindert Überschwemmungen im Lauterachtal. © F.: Böhm


Beim Martinsberg gleich hinter Hohenburg hat die US-Umweltabteilung zwei Regenrückhaltebecken umgebaut und das Fassungsvermögen um etwa 600 Kubikmeter erhöht. „Das ist wieder ein Stück mehr Sicherheit für die Hohenburger und das Lauterachtal“, sagte Albert Böhm von der Umweltabteilung der US-Armee in Hohenfels.

Rückhaltemaßnahmen seien in den vergangenen Jahrzehnten nicht nur in den Randbereichen des Truppenübungsplatzes Hohenfels wichtige Sicherungseinrichtungen geworden. Mit einer Kette von Regenrückhaltebecken kann die US-Umweltabteilung den Oberflächenabfluss bei Starkregen und Schneeschmelze im gesamten Übungsgebiet steuern und die abgetragenen Sedimente auffangen.

Dichter Lehmboden

Charakteristisch für das Gelände des Truppenübungsplatzes Hohenfels sind erosive, lehmig-tonige Böden, die teils sehr flachgründig sind und in Verbindung mit der militärischen Nutzung auch stark verdichtet sein können, erklärt Böhm.

Die Starkregen im Mai und Juni des Jahres 2013 haben gezeigt, dass im Bereich Hohenburg zusätzlicher Handlungsbedarf bestand. Die US-Seite unter der Federführung der Abteilung Integriertes Übungsplatzmanagement unter der Leitung von Ryan Garber und Pamela Blicker sowie der Umweltabteilung haben Verbesserungsvorschläge erarbeitet, deren Umsetzung auch von amerikanischer Seite finanziert wurde. Wertvolle Hilfe hat die Umweltabteilung der US-Army von Forstbetriebsleiter Armin Armbruster aus Hohenburg für seine Unterstützung bei der Konzeption, Planung und Ausführung der Maßnahme erhalten, so Böhm weiter.

Fast fertig gestellt sind im Einzugsbereich des Martinsberges zwei neue Rückhaltungen, die die Aufnahmekapazität durch den Einbau von Standrohren um etwa 600 Kubikmeter vergrößern. Damit ist auch ein vergrößerter Sedimentrückhalt geschaffen worden.

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5800 Soldaten üben den Kriegsfall auf Gelände in Hohenfels

Aus 16 Nationen sind die Truppen angereist, um auf dem US-Militärplatz Hohenfels für den Ernstfall, die internationale Zusammenarbeit zu proben. Unser Fotograf Edgar Pfrogner war im Jahr 2014 mit dabei - und hat mit seiner Kamera ein Szenario begleitet.


Genau 16 Regenrückhaltemaßnahmen sichern die etwa 530 Hektar Einzugsfläche im Bereich von Hohenburg mit Viehausen und dem Kaisertal ab. Drei dieser Becken sind mit Absperrvorrichtungen und Abscheidern ausgestattet. Drei Maßnahmen haben einen Bachverbau, davon einen Steindamm und zwei Holzverbauten. „Das Gesamtrückhaltevolumen beträgt für den Hohenburger Bereich derzeit etwa 22 000 Kubikmeter“, sagt Böhm.

Hintergrund: Etwa 280 große und kleine Regenrückhaltebecken durchziehen mittlerweile das über 16 000 Hektar große Areal des Truppenübungsplatzes Hohenfels. Sie addieren sich auf ein Rückhaltevolumen von etwa einer Million Kubikmeter.

Mehr als neun Millionen Euro hat die US- Army in den strukturellen Hochwasserschutz investiert. Doch mit dem Sammeln von Oberflächenwasser und seiner geordneten Ableitung ist es nicht getan.Damit gehen nämlich auch Maßnahmen des Erosionsschutzes einher. So werden Hanglängen verkürzt, damit das Oberflächenwasser nicht so viel Fahrt aufnehmen und dann Massen von Erdreich wegspülen kann.

Ständig überwacht

Zum Einsatz kommen auf amerikanischer Seite spezielle Holzverbauungsmaßnahmen, Steindämme, Regenrückhaltebecken, Auffangbecken und auch befahrbare Erdwälle und Kreuzungen. Eine ständige Überwachung, das Räumen von verschlammten Rückhaltebecken und permanente Verbesserungen stehen bei der Umweltabteilung der US-Streitkräfte in Hohenfels auf der Tagesordnung.

Für den Bereich zum Vils- und Lauterachtal hin sind es knapp 90 Rückhaltemöglichkeiten, die von US-Seite in den vergangenen Jahrzehnten gebaut und auch betreut werden.

 

PAUL BÖHM

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