Auf dem Main-Donau-Kanal ruht der Schiffsverkehr

18.4.2021, 11:40 Uhr
Bei den Inspektionsarbeiten an der Schleuse Berching des Main-Donau-Kanals wurde deutlich, welche Dimensionen das riesige Hebewerk eigentlich hat – und welche Höhenunterschiede überwunden werden müssen.

Bei den Inspektionsarbeiten an der Schleuse Berching des Main-Donau-Kanals wurde deutlich, welche Dimensionen das riesige Hebewerk eigentlich hat – und welche Höhenunterschiede überwunden werden müssen. © Foto: Roland Fengler

Die Bürger in der Nähe von Main-Donau-Kanal, Donau und Main werden sich in diesen Tagen schon über das Ausbleiben der Schiffe gewundert haben.  "Es war geplant, dass der Schiffsverkehr ruht, das ist zwei Jahre vorher mit der Binnenschifffahrt abgestimmt", sagte Guido Zander, Leiter des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Donau/Main-Donau-Kanal in Nürnberg.

Einblicke in die Schleusenkammern

Im engen Zeitfenster von 10. bis 30. April müssen die Arbeiten abgeschlossen sein. An den Kanalschleusen in Berching und in Dietfurt werden beispielsweise die Obertore ausgetauscht. Auch in Bachhausen wird gewerkelt. Die Schleusen unterliegen alle sechs Jahre einer eingehenden Inspektion. Dabei werden die riesigen Hebewerke am Main-Donau-Kanal trockengelegt – was Schaulustigen einen seltenen Einblick in die Schleusenkammern ermöglicht.

Amtsleiter Zander berichtete auf NN-Anfrage, dass die Arbeiten im Rahmen von 24-Stunden-Baustellen erledigt werden. "Wir möchten die Sperrzeiten so gering wie möglich halten." Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt ist für 372 Kilometer zuständig. Es gibt für die Generalüberholung 8,4 Millionen Euro aus. Vor Ort sind 270 Ingenieure, Techniker und Facharbeiter der Behörde im Einsatz. Das Amt hat außerdem rund 50 Aufträge an Fremdfirmen vergeben, die weitere 170 Mitarbeiter auf die Baustellen schicken.


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"Wir sind am Samstag gut eingestiegen, wir sind mit allen Maßnahmen gut im Zeitplan", sagte Amtsleiter Zander. Am Freitag, 30. April, pünktlich um 12 Uhr heißt es dann aller Voraussicht nach wieder "Freie Fahrt" für die Schifffahrt auf dem Main-Donau-Kanal und der Donau.

Regelmäßige Corona-Tests

Die Pandemie vergrößert zusätzlich den organisatorischen Aufwand bei der Sanierung der Kanalanlagen. So sind zweimal wöchentlich Corona-Selbsttests vorgesehen. Auch nach der zweiten Testreihe sind keine Infektionsfälle bekannt geworden.

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