Badminton: Freystadt hat die Power von sechs Nationen zu Gast

3.3.2018, 10:16 Uhr
Die Oberpfälzer wollen den Vorrundensieg gegen das Team aus NRW wiederholen – einen wichtigen Beitrag könnte Fikri Hadmadi leisten.

Die Oberpfälzer wollen den Vorrundensieg gegen das Team aus NRW wiederholen – einen wichtigen Beitrag könnte Fikri Hadmadi leisten. © Foto: Marcus Mehlich

Der 1. BV Mülheim, mit 13 Titeln deutscher Rekordmeister, ist Tabellendritter und könnte – ein Sieg gegen Freystadt vorausgesetzt – sich noch in den ausstehenden drei Spielen auf den zweiten Platz hocharbeiten und hätte dann eine ideale Ausgangsposition für die Playoff-Spiele um die deutsche Meisterschaft.

Mülheim hat angekündigt, in stärkster Besetzung anzureisen, zumal man sich für die 4:3-Hinspiel-Niederlage revanchieren will. Das Team des 1. BV ist gespickt mit internationalen Profispielern. Der TSV wird es mit Spielern aus sechs Nationen zu tun haben.

So stehen im gegnerischen Kader der Malaie Giap Chin Goh, der Ukrainer Dmytro Zavadsky, drei holländischen Nationalspieler (Russel Muns, Robin Tabeling und Gayle Mahulette), der schottische Doppelspezialist Adam Hall, der Kroate Zvonomir Hoelbling, Olympia-teilnehmerin Johanna Goliszweski sowie die deutschen Nationalspieler Lara Käpplein und Alexander Roovers.

Für die Freystädter gilt es, den Drei-Punkte-Vorsprung gegen den TSV Neuhausen bei noch drei ausstehenden Spielen zu verteidigen, um zu mindestens die Relegationsrunde zu erreichen. Die Chance, das hessische Team Funball Dortelweil bei einem Zwei-Punkte-Rückstand noch einzuholen, ist eher unwahrscheinlich, schätzt TSV Sportwart Tim Bambach.

Dank Sponsor eingeflogen

Beim TSV Freystadt freut man sich auf die Sonntagspartie und auf Fikri Hadmadi. Der indonesische Neuzugang, 22 und Ex-Nationalspieler, wird wieder in der Aufstellung stehen. Dank eines privaten Sponsors wurde es möglich, dass er kurzfristig für das wichtige Spiel aus Kuala Lumpur "eingeflogen" wird.

In der Vorrunde, beim 4:3-Sieg in Mülheim, war er an zwei Siegpunkten beteiligt. Auch Florian Waffler und Oliver Roth konnten im Hinspiel ihr Doppel gewinnen. Am Sonntag wird es sicherlich schwerer, einen Doppelpunkt zu machen. Bei Mülheim wird neben dem Schotten Adam Hall der Holländer Robin Tabeling spielen, der im Hinspiel fehlte. Beide rangieren in der Weltrangliste unter den Top 50.

Im Damendoppel wartet auf Jenny Moore und Julia Kunkel mit dem deutschen Vizemeistern Johanna Goliszweski und Lara Käpplein ein nicht einfaches Match.

Im Dameneinzel könnte es zur Begegnung von Annabella Jäger gegen die Holländerin Gayle Mahulette kommen. Annabella Jäger wie auch Hannes Gerberich spielen diese Woche in der Slowakei ein internationales Turnier, werden aber rechtzeitig zur Bundesligapartie zurück sein. Beide sind gegen Mülheim Außenseiter.

Auch im Mixed hängen für Johannes Pistorius und Jenny Moore die Trauben hoch. Die Mülheimer Johanna Goliszweski und Robin Tabeling haben eine beeindruckende Bilanz von 11:2 Siegen im Mixed.

Addiert man die Chancen in den einzelnen Spielbegegnungen, so bleibt dem TSV Freystadt die Außenseiterposition. "Doch Bange machen gilt nicht", sagt Teammanager Stephan Pistorius. Er erinnert an den unerwarteten Punktgewinn vor vier Wochen gegen den Tabellenführer aus Saarbrücken und hofft auf eine ähnlich starke Vorstellung seines Teams.

Die Zuschauer können sich auf ein tolles Rahmenprogramm freuen: Die Neumarkter Artistenkiste präsentiert Akrobatik am Reifen und Turnartistik am Boden.

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