Montag, 11.11.2019

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Baggern macht Spaß: Azubi-Infotag bei Klebl

Die Neumarkter Baufirma hatte wieder in die Firmenzentrale eingeladen - 22.10.2019 09:29 Uhr

Beim Azubi-Infotag in der Klebl-Firmenzentrale konnten die Besucher schwere Baumaschinen bestaunen und auch testen. Das machte vor allem den großen und kleinen Jungs viel Spaß. © Foto: Jürgen Petzoldt


Aber klar: Dicke Baumaschinen lockten, ein Mega-Kran stand auf dem Parkplatz vor den Fertigungshallen. Daneben zwei ausgewachsene Mini-Bagger. "Das sind Mini-Bagger, aber halt schon recht große", sagte ein Mitarbeiter und lachte. Mit dem einen konnte man testen, wie es ist, Sand von einem Haufen auf den andern zu baggern, mit dem anderen ließen sich schwere Gewichte herumheben. Vor allem den Jungs – und da waren welche dabei, die noch nicht im Azubi-Alter waren – machte das riesig Spaß.

In der großen Halle neben dem Eingang präsentierten sich die verschiedenen Ausbildungsrichtungen, die Klebl anbietet. Das Unternehmen hat aktuell bundesweit 75 Azubi in elf Ausbildungsberufen unter Vertrag; zum 1. September sind erst 32 neue durchgestartet. Speziell werden im Moment Stahlbetonbauer, Rohrleitungsbauer und Straßenbauer gesucht. So will Klebl auch in Zukunft genügend Fachkräfte an Bord haben.

Es gab auch Infos zu den „Büroberufen“. Insgesamt bildet Klebl in elf Berufen aus, darunter auch Industriekaufleute. © Foto: Jürgen Petzoldt


Hinter der Halle hörte man es spratzeln und zischen, helle Funken flogen über die Plastikplanen: Da konnten sich die Interessierten über das Schweißen informieren. Daneben standen ein mächtiger Bagger und ein ausgebauter Motor. Denn ausgebildet wird nicht nur für den Bau, sondern auch den Maschinenbau, um es flapsig zu formulieren. Es braucht auch Fachkräfte, um Bagger und Kräne, Lkw und andere Baumaschinen am Laufen zu halten: Land- und Baumaschinen-Mechatroniker sind das heute. Auch der gemeine Baggerfahrer von einst hat eine neue Berufsbezeichnung: Das ist der Baugeräteführer.

Daneben gibt es aber auch Jobs ohne Blau- oder Graumann. Industriekaufleute werden gesucht, Fachkräfte für Lagerlogistik ebenso wie Bauzeichner. Ein breites Spektrum also, geschuldet der Größe des Unternehmens Klebl. Als es Heinrich Klebl 1890 gründete, hätte es sich der Neumarkter kaum träumen lassen, dass seine Nachfahren einst Werke in Niedersachsen und bei Berlin, in Oberbayern und in Koblenz haben werden, dass sie für Ikea oder Höffner, Porsche oder Audi architektonisch anspruchsvolle Immobilien entwickeln werden.

Alles recht familiär

Drei Sparten hat Klebl im Portfolio: Bauen, Betonfertigteile und Handel mit Baustoffen. Das Unternehmen ist bundesweit tätig, im Moment unter anderem in Dortmund, Hannover, Berlin, Stuttgart, Karlsruhe. Das größte Projekt, das Klebl derzeit umsetzt, ist ein 80 Millionen Euro-Invest; der Umsatz pro Jahr summiert sich auf 480 Millionen Euro. Die Zahl der Mitarbeiter liegt derzeit bei 1300. Und, darauf ist man bei Klebl besonders stolz: Es ist ein Familienunternehmen, geführt in der fünften Generation von Kristin und Johannes Klebl.

 

Dass die Stimmung stimmt, das Familienunternehmen auch eines ist, war am Azubi-Tag auch zu spüren: Johannes Klebl war vor Ort, plauderte mit seinen Mitarbeitern, mit den Eltern, die mit ihren Kindern gekommen waren. Alles recht familiär, so familiär, dass sogar ein Klebl-Rentner vorbeischaute, der keinen Ausbildungsvertrag mehr anstrebte, wie er lachend verneinte: "Ich bin bloß hier, um mal wieder mit den alten Kollegen zu plaudern."

WOLFGANG FELLNER

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