Sonntag, 17.11.2019

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Bahnbrücken in Seubersdorf brauchen Sanierung

Die Gemeinde Seubersdorf hat drei Bauwerke übernommen und fragt sich, woher das Geld für die Erneuerung kommen soll. - 03.08.2019 14:06 Uhr

Seubersdorfs Bürgermeister Eduard Meier (Bildmitte) und sein Stellvertreter Alwin Semmler (rechts im Bild) mit dem Neumarkter CSU-Bundestagsabgeordneten Alois Karl (links) bei dessen Besuch. © Foto: Hans Christian Biersack


Als Seubersdorf im Rahmen der Bahnreform die Brücken übertragen bekam, galt das auch für die Instandhaltung. Die 100 000 Mark, die die Gemeinde damals sozusagen als Mitgift bekommen hat, dürften schon durch die routinemäßigen Prüfungen aufgebraucht worden sein.

Der Bundestagsabgeordnete hatte sich um einen Bundeszuschuss bemüht, bekam aber aus dem Ministerium von Andreas Scheuer eine Absage. Allerdings weist das Bundesverkehrsministerium darauf hin, dass die Länder Mittel erhalten, die sie für diese Zwecke einsetzen könnten, wenn sie denn wollten.

Der Zustand der Bahnbrücke Batzhausen wurde als "nicht ausreichend" bewertet. Der Gutachter sieht dringenden Handlungsbedarf, weil die Brücke mit einer Tragkraft von bis zu 40 Tonnen häufig von schweren Lkw und nicht minder schweren landwirtschaftlichen Fahrzeugen benutzt wird.

Noch nicht dringend, aber absehbar ist der Sanierungsbedarf bei der schmalen Bahnbrücke Krappenhofen, über die die Gemeindeverbindungsstraße nach Eichenhofen führt. Der Zustand wurde als "noch ausreichend" bewertet. Bei der Feldbrücke, ebenfalls nahe Krappenhofen, wäre zu prüfen, ob sie nicht ertüchtigt werden muss, um den immer schwerer werdenden landwirtschaftlichen Maschinen gerecht zu werden. Noch nennt der Gutachter den Zustand ausreichend. In der Schule wäre das eine glatte Vier.

Kürzlich hatte Bürgermeister Eduard Meier ein "gutes Gespräch" mit dem Vertreter eines Ingenieurbüros. Doch für Kostenschätzungen sei es zu früh. Es geht nicht nur um den Zustand der Fahrbahnen und die Frage, ob sie verbreitert werden müssen, ob Abriss und Neubau einer Sanierung vorzuziehen sei.

Kritisch werden auch die Bausubstanz von Widerlagern und vor allem der Fahrbahnunterseiten beäugt. Keinesfalls dürfe brüchiges Material den Zugverkehr gefährden.

Alois Karl gab dem Bürgermeister Recht, wenn der befürchtet, dass die Brückensanierungen deutlich teurer würden, wenn dabei der Bahnverkehr beeinträchtigt werden müsse.

Auf Nachfrage teilte das Bundesverkehrsministerium dem Abgeordneten mit, dass zwar die Aufrüstung der Bahnstrecke von Nürnberg nach Passau über Neumarkt und Regensburg im vordringlichen Bedarf gelistet sei, ein Planungsauftrag aber noch nicht erteilt wurde.

Es ist also noch nicht absehbar, wann die Bahn dort baut. Sinnvoll wäre es jedoch allemal, sind sich Alois Karl und Eduard Meier einig, die Brückensanierungen damit zu koppeln.

nn

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