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Dienstag, 07.07.2020

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Bald darf es in Lupburg kräftig regnen

Der Bau der neuen Rückhaltebecken soll bereits im Juli abgeschlossen werden - 29.05.2020 09:33 Uhr

Eine Großbaustelle, wie man sie nicht alle Tage sehen kann, ist der Bau des riesigen Regenrückhaltebeckens an der Eggenthaler Straße. © Foto: Werner Sturm


Der Marktrat hatte in seiner Aprilsitzung einen Gesamthaushalt von 8,8 Millionen Euro beschlossen. Davon entfallen rund 3,8 Millionen Euro auf den Vermögenshaushalt. Derzeit sind überall in der Marktgemeinde schwere Baufahrzeuge unterwegs, um die beschlossenen Investitionsmaßnahmen umzusetzen.

Das eindrucksvollste ist der Bau eines riesigen Regenrückhaltebeckens mit Sandfilterung an der Eggenthaler Straße. Der Hintergrund für das Großprojekt ist darin zu sehen, dass beim bestehenden Regenüberlaufbecken die Verlängerung der wasserrechtlichen Erlaubnis anstand.

Eine Ableitung des Mischwassers in den Graben zur Schwarzen Laber war nicht mehr zulässig. Deshalb wurde eine Erweiterung mit drei hintereinander liegenden Erdbecken dringend notwendig. Die werden in das Gelände eingepasst und kaskadenförmig angelegt.

Das Wasserwirtschaftsamt fördert das Vorhaben mit zirka 546 000 Euro bei Gesamtkosten von etwa 712 000 Euro, so dass sich der Eigenanteil der Marktgemeinde auf etwa 166 000 Euro belaufen wird. Die Bauarbeiten liegen derzeit noch im Zeitplan, die Modellierungsarbeiten sind abgeschlossen. Aktuell werden die notwendigen Folien verlegt, anschließend sind Betonierungsarbeiten vorgesehen. Die Fertigstellung ist für Juli geplant.

Schon alle Parzellen verkauft

Auch im Gewerbegebiet Bairing rührt sich jetzt etwas. Dort erfolgt oberhalb eines fleischverarbeitenden Betriebes die Erschließung mehrerer Parzellen, die alle bereits verkauft sind und heuer noch bebaut werden sollen.

Aufgrund der aktuellen Corona-Situation konnte die Baufirma die Arbeiten für die Erschließungsstraße jedoch nicht wie geplant im April beginnen. Beabsichtigt ist aber eine Fertigstellung bis zum Herbst.

Erstmalig endgültig fertiggestellt werden die Erschließungsstraßen "Steinweg" mit einem Kostenaufwand von 350 000 Euro und "Am Ullersteig" mit einer Investitionssumme von 400 000 Euro.

Die Regina GmbH fördert aus dem Regionalbudget Kleinprojekte in den Kommunen. In einem Auswahlverfahren setzte sich mit dem Projekt "Historischer Brunnen See" ein Vorschlag aus der Dorfwerkstatt durch.

Es ist dabei geplant, den historischen Brunnen im Dorf mittels Weg und Geländer zugänglich zu machen. Das Becken ist freizulegen, zu sichern, neu einzufassen sowie mit einer geschichtlichen Beschreibung vor Ort zu versehen. Zudem werden Ruhebänke aufgestellt.

Der Brunnen, der um das Jahr 1000 errichtet wurde, versorgte See und die umliegenden Dörfer mit frischem Trinkwasser. Die Wasserversorgung wurde erst im Jahr 1911 gebaut. Mit diesem Projekt fällt der Startschuss zur Dorferneuerung See, mit dem ein erster wichtiger Beitrag für die Ortsgeschichte, die Tradition und Kultur geleistet wird und damit auch für höhere Wohnqualität gesorgt wird.

Schmalere Lösung preiswerter

Aktuell saniert der Markt Lupburg auch den Reiselbergweg im Abschnitt Jägersteig bis Einmündung Parsberger Straße. Beschlossen wurde eine Verbreiterung mit Entwässerungsrinne erst ab Ritter-Christoph-Weg.

Die Straße bleibt somit im oberen Bereich etwas schmäler. Vorteil ist eine Verlangsamung des Verkehrs wie bisher und günstigere Herstellungskosten als bei einer durchgehenden Verbreiterung. Die Maßnahme kostet 310 478 Euro.

 

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