Beim Wandern zu Gott und sich selbst finden

3.8.2010, 09:00 Uhr
Bei der Vorstellung des neuen Wanderführers in der Region um Plankstetten wurden die Wanderschuhe geschnürt.

Bei der Vorstellung des neuen Wanderführers in der Region um Plankstetten wurden die Wanderschuhe geschnürt. © Karg

„Wandergenuss auf den Spuren Gottes" ist das Motto des neuen, offiziellen Wander- und Pilgerführers „Wallfahrerweg“, den der Eichstätter Verlag Magenta4 herausgibt. Vorgestellt wurde er in der Benediktinerabtei Kloster Plankstetten, eine der Stationen des neuen Weges. Er soll bedeutende Wallfahrtsstätten im Naturpark Altmühltal miteinander verbinden.

„Der Wallfahrerweg zeigt Wanderurlaubern auch einmal ganz andere Seiten des Naturparks Altmühltal“, beschreibt Franz Xaver Uhl, Vorsitzender des Tourismusverbandes Naturpark Altmühltal, den Weg. Der Wallfahrerweg erschließe den Naturpark Altmühltal nicht entlang der bekannten touristischen Hauptrouten, sondern führe auf seinen knapp 130 Kilometern über stille Wege, durch ausgedehnte Waldgebiete und ruhige Nebentäler.

Ruhige Landschaft

Davon konnten sich die geladenen Gäste bei der Präsentation des Wanderführers bei einer kurzen Wanderung vor Ort selbst überzeugen. Das ruhige Landschaftserlebnis lade geradezu dazu ein, zu sich selbst zu finden und Kraft zu schöpfen, befand danach Abt Beda Maria Sonnenberg von der Benediktinerabtei Plankstetten: „Seit Jahrhunderten folgen Menschen Pilgerpfaden auf ihrem Weg zu Gott und damit auch zu sich selbst. Der Wallfahrerweg steht ganz in dieser Tradition."

Abt Beda verwies auch auf das Grußwort, das der Eichstätter Bischof, Gregor Maria Hanke OSB, für den neuen Wallfahrerwegführer verfasst hat.

Darin heißt es: „Die Heiligen, denen der Wanderer in den Kirchen am Wegesrand begegnet, haben auch Modellcharakter für diese Welt. Sie stehen für ein Menschenleben, das nach kirchlicher Überzeugung geglückt und bei Gott an sein Ziel gekommen ist."

Die Gotteshäuser haben neben ihrer spirituellen auch eine große kulturelle Bedeutung, wie der Naturpark-Geschäftsführer Christoph Wurflein betonte: „Der Wallfahrerweg wartet mit ungewöhnlich vielen und bedeutenden kulturellen Zielpunkten auf, Stationen wie die Basilika St. Martin in Greding, der Dom zu Eichstätt. Maria Brünnlein in Wemding und natürlich auch die Benediktinerklosterkirche hier in Plankstetten sind Sehenswürdigkeiten von überregionalem Rang. Im Wanderführer „Wallfahrerweg“ wie bei der Buchpräsentation übernahm es Claudia Grund vom Domschatz­ und Diözesanmuseum Eichstätt mit ihren informativen Texten die Kirchen als geistige und kulturelle „Wegstationen“ vorzustellen.

Quer durch den Naturpark Altmühltal, von Breitenbrunn im Nordosten bis Wemding im Westen, verläuft der Wallfahrerweg unter dem Zeichen des Bischofsstabs als Wegemarkierung.

Gut für den Rucksack

Der Wanderführer ist ein guter Begleiter für Wanderungen durch die sanfte Naturlandschaft: Als schmales Taschenbuch ist er äußerst rucksacktauglich.

Der Führer teilt die 126 Kilometer lange Strecke in sieben, unterschiedlich lange, Etappen ein. Jede Etappe wird mit einer verlässlichen Wegbeschreibung, Detailkarte und einem Höhenrelief dargestellt — die schönen Fotos machen beim Blättern Lust darauf, los zu wandern.

Der Führer gibt außerdem Tipps zu den weiteren Sehenswürdigkeiten und Einkehrmöglichkeiten in den kleinen und großen Orten am Weg, seine große Übersichts-Faltkarte bietet Orientierung. Der Wanderführer kostet 9,90 Euro und ist im Informationszentrum Naturpark Altmühltal (08421) 9876-0 oder www.naturpark-altmuehltal.de) sowie im Buchhandel erhältlich (ISBN 978-3-9807585-7-4).