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Montag, 20.05.2019

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Berching baut Kulturhalle aus eigenem Holz

Material für die Konstruktion des steilen Satteldachs und der Giebelwände stammen aus dem Stadtwald - 09.03.2019 10:38 Uhr

Beim symbolischen Spatenstich für die Kulturhalle Berching griffen viele fleißige Hände zum symbolischen Arbeitsgerät. © Foto: Anton Karg


"Erst mit dem Rückkauf des Posthotels vom Scheich Achmad Al Neama aus Kuwait, hat sich eine Option angeboten", sagte Eisenreich. Der Beilngrieser Hotelier Christian Amrhein (Fuchsbräu) erwarb die Post Berching und begnügte sich mit einer kleineren Fläche des riesigen Areals vor den Toren der historischen Altstadt. Der Stadt Berching stand somit Raum zur Verfügung.

"Eine erfolgversprechende Perspektive tat sich auf", so Bürgermeister Eisenreich. Die Verbindung von Kultur und Tourismus an diesem Standort habe die einmalige Chance für die Realisierung einer Kulturhalle eröffnet. "Dass dieser Standort auch zur allseits gewünschten und geforderten Belebung der Innenstadt beiträgt, kommt als Zuckerl obendrauf", freut sich der Bürgermeister, dem wichtig war festzustellen, dass sich der Stadtrat fraktionsübergreifend einig war: Das Projekt war vom Stadtrat mit nur einer Gegenstimme verabschiedet worden.

"Kultur gehört zu einer zukunftsorientierten und bürgerfreundlichen Stadt und ist ein wichtiger Standortfaktor." Der Berchinger Bürgermeister dankte allen am Vorhaben Beteiligten, insbesondere Staatsminister Albert Füracker, der sich von Beginn an massiv für das Vorhaben Kulturhalle Berching eingesetzt habe, auch finanziell: "Der noch druckfrische Bescheid zum vorläufigen Maßnahmenbeginn stellt nun einen hervorragenden Fördersatz in Höhe von 55 Prozent in Aussicht.

Finanzminister Füracker sagte: "Ein Traum wird jetzt wahr, nachdem die Stadt Berching seit Jahren nach Lösungen gesucht habe." Mit dem sanierten Hotel Post, der neuen Kulturhalle und dem Biergarten werde Berching um eine Attraktion reicher.

Für Landrat Willibald Gailler war der symbolische Spatenstich "ein guter Tag für Berching und den Landkreis". Man müsse nicht nur in die Historie schauen, sondern auch nach vorne. Das Kulturleben in Berching sei schon immer "etwas Markantes" gewesen.

Architekt Michael Kühnlein erläuterte das Bauprojekt und berichtete unter anderem, dass mit der neuen Kulturhalle zusammen mit der Revitalisierung des Hotels Post ein neuer Mittelpunkt für die Berchinger Altstadt entsteht.

Besonders erfreulich sei es, dass in Berching nicht, wie so oft in anderen Kommunen, eine anonyme "Stadthalle" in die Peripherie gestellt werde, sondern ein modernes Gebäude mit einem steilen Satteldach, wie sie in der Berchinger Altstadt an den markanten Stadthäusern und Stadel vorkommen. "Dadurch integriert sich die äußere Erscheinung in den historischen Bestand und gibt dem Gelände entlang der Sulz wieder eine urbane Identität."

Das Innere der Halle werde ein großzügiger, luftiger Innenraum, der nicht mit einer nüchternen, Stadthalle vergleichbar sei. "Die Dachkonstruktion und die Giebelwände mit Holz aus dem eigenen Stadtwald erden das Gebäude in Berching", sagte Kühnlein.

Die Kulturhalle kostet nach Schätzungen des Architekten knapp über drei Millionen Euro und wird als Holzkonstruktion errichtet. Über einen gedeckten Vorbereich erreicht der Besucher das Foyer der Halle. Die Halle bietet bestuhlt Platz für rund 260 Personen. Im östlichen Flachdach-trakt sind die infrastrukturellen Räume wie Catering-Küche, Garderoben, Sanitärräume angeordnet. Ein Längsflur verbindet Foyer, Küche, Sanitärräume und Backstage Bereich der Bühne.

Armin Edbauer, Vorsitzender des Kulturförderkreises äußerte sich sehr zufrieden, zumal die Theatertruppe nicht nur den Kulturstadel nutzen könne, sondern auch ein Gebäude nebenan für die Requisiten.  

ANTON KARG

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