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Mittwoch, 30.09.2020

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Berching startet Gigabit-Turbo im Internet

Der Freistaat nimmt für noch mehr schnelles Netz in der Kommune weitere 100 000 Euro in die Hand. - 04.08.2020 08:30 Uhr

Minister Füracker war bei der Freischaltung des Gigabitnetzes zugegen. Außerdem wurde der WLAN-Hotspot in der Grund- und Mittelschule in Betrieb genommen.


Basis für eine erfolgreiche Digitalisierung ist eine gut ausgebaute digitale Infrastruktur. Dazu gehört sowohl das Breitbandnetz als auch die engmaschige Verfügbarkeit von kostenlosem WLAN. Bayern und Berching sind hier Vorreiter, heißt es in einer Pressemitteilung des Finanzministeriums.

"Heute feiern wir einen besonderen Start: Der europaweit erste geförderte Gigabit-Turbo geht in Berching in Betrieb. In der Pilotgemeinde wurde erstmals ein Gebiet, welches bereits mit schnellem Internet versorgt war, dank staatlicher Förderung mit einem zukunftssicheren Gigabitnetz ausgestattet – und das in Rekordzeit. Der Freistaat hat dieses Leuchtturm-Projekt mit über 100 000 Euro unterstützt", freute sich Finanz- und Heimatminister Albert Füracker bei der Freischaltung der Glasfaseranbindungen in Berching.

Den Startschuss gab der Minister zusammen mit Bürgermeister Ludwig Eisenreich und Johannes Bisping, Geschäftsführer der bisping & bisping GmbH & Co.KG. Insgesamt hat der Freistaat den Breitbandausbau in der Stadt Berching bereits mit 1,54 Millionen Euro unterstützt. "Schnelles Internet wurde schnell umgesetzt. Nicht einmal ein Jahr nach der Übergabe des Förderbescheids können wir das Gigabitnetz in Betrieb nehmen", präsentierte Eisenreich voller Stolz. "Ich freue mich besonders, dass wir heute in Berching noch einen weiteren Meilenstein bekannt geben können: Der neue Bayern-WLAN-Hotspot an der Grund- und Mittelschule Berching ist bereits der 25 000. in ganz Bayern. Der Freistaat steht damit weiter an der Spitze unter den Flächenländern in Deutschland. Mit Nutzerzahlen von bis zu neun Millionen pro Monat bayernweit sind die Hotspots ein Erfolgsprojekt", betonte Füracker bei der anschließenden Freischaltung des Hotspots an der Schule. "Wir können nun mit vier Bayern-WLAN-Hotspots in Berching für unsere Bürger sowie Gästen an wichtigen Treffpunkten kostenfreies WLAN zur Verfügung stellen. Ein toller Service für alle", betonte Eisenreich.

Die Bedeutung der Digitalisierung wird in den aktuellen Krisenzeiten immer deutlicher. Die Arbeit im Homeoffice, Videoschalten mit den Kollegen oder Online-Unterricht gehören für viele Menschen inzwischen zum Alltag. Das geht nur mit einer gut ausgebauten Breitbandversorgung. Über 96 Prozent aller bayerischen Haushalte sind bereits mit schnellem Internet versorgt.

Kein Privileg der Städte

Bei den aktuellen Förderprojekten werden über 53 000 Kilometer Glasfaserleitungen verlegt. "Ein schneller Internetanschluss ist in Bayern aber kein Privileg der Städte. Im ländlichen Raum sind wir mit 90 Prozent deutschlandweit Spitzenreiter", hob Minister Füracker hervor.

Seit Ende 2013 wurden in Bayern durch Freistaat, Kommunen und Telekommunikationsunternehmen mehr als 2,3 Millionen unversorgte Haushalte erstmals an das schnelle Internet angeschlossen, gefördert mit über 1,1 Milliarden Euro. "Aber wir bleiben hier nicht stehen: Mit unserer neuen Gigabitförderung arbeiten Kommunen und Freistaat Hand in Hand für eine noch schnellere Versorgung unserer Bürger", so Füracker weiter. Hier sei ein neuer Schritt gemacht: Mit der neuen Gigabitrichtlinie könne Bayern als erste Region in Europa auch die Beschleunigung von Anschlüssen in den Bereichen fördern, wo bereits schnelles Internet mit mindestens 30 Mbit/s verfügbar ist. Das ambitionierte Ziel lautet: Gigabit bayernweit bis 2025.

Auch sein kostenfreies Bayern-WLAN-Netz baut der Freistaat immer weiter aus. Die eigentlich für Ende 2020 gesetzte Zielmarke von 20 000 wurde bereits im Juni 2019 erreicht. Jetzt geht mit dem Hotspot an der Grund- und Mittelschule Berching bereits der 25 000. in Betrieb.

Im Fokus als Standorte für Bayern-WLAN-Hotspots stehen vor allem Kommunen, touristische Highlights, Hochschulen und Behörden. Bei Bayern-WLAN gibt es weder Volumenbegrenzung noch Werbung und es ist – nicht nur dank eines Jugendschutzfilters – auch in punkto Sicherheit auf dem modernsten Stand. Der Einstieg in das freie BayernWLAN ist dabei leicht und praktisch: Jeder Hotspot heißt "@BayernWLAN". Es sind keine Passwörter und keine Anmeldedaten erforderlich.

nn

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