Berchinger Literaturnacht am Freitag

18.10.2018, 15:05 Uhr
Der ehemalige Kinosaal im Hotel Post, der zu einem Konferenzraum umgebaut wird, ist Treffpunkt für die fünfte Lesung „Buskaschi oder der Teppich meiner Mutter“ von Massum Faryar. Christian Amrhein, Besitzer des Hotels, und die Organisatoren der Literaturnacht, Gerlinde Delacroix und Hans Rosenbeck (v.li.), hoffen auf viele Zuhörer.

Der ehemalige Kinosaal im Hotel Post, der zu einem Konferenzraum umgebaut wird, ist Treffpunkt für die fünfte Lesung „Buskaschi oder der Teppich meiner Mutter“ von Massum Faryar. Christian Amrhein, Besitzer des Hotels, und die Organisatoren der Literaturnacht, Gerlinde Delacroix und Hans Rosenbeck (v.li.), hoffen auf viele Zuhörer. © Foto: Anton Karg

Es war in letzter Zeit einiges geboten: Kunstausstellungen im Soifererhaus und im Rathaus mit dem Konzert des Symphonischen Blasorchesters in der Europahalle. Am Montag fanden außerdem im Rahmen des Konzepts "LiteraturRaum Schranne" gleich zwei Termine statt, Lesungen in Laden der "Vielfalt" für und mit Kindern gab es am Nachmittag und für Erwachsene am Abend im Kulturhaus Schranne. Hier wurde einem kleinen Kreis Interessierter das Buch "Novecento – Die Legende vom Ozeanpionisten" von Alessandro Baricco vorgestellt. Es handelt von einem Monolog des italienischen Schriftstellers, in dem Tim Tooney die Geschichte eines Säugling erzählt, der von Danny Boodman auf dem Passagierschiff Virginian aufgefunden wird. Imitiert wurde "Novecento" bei der Lesung in Berching von Ulli Forster mit einfühlsamer Klavierbegleitung.

Die 16. Berchinger Literaturnacht an diesem Freitag wird in der Aula der Grund- und Mittelschule um 19 Uhr mit Texten und Musik der Gebrüder Mühlleitner eröffnet, bevor es gegen 20 Uhr auf die Entdeckungsreise durch die Berchinger Altstadt geht. Erste Station ist Udo´s Dekowelt in der Schulstraße 3 (in der Nähe der Schule Richtung Innenstadt). Hier trägt Annegret Spiegl, Lehrerin für Kunsterziehung am Gymnasium Beilngries, aus "Die Märchen" von Oscar Wilde zwei Geschichten vor, nämlich "Der glückliche Prinz" und "Die Nachtigall und die Rose".

Im Heimatmuseum an der Johannesbrücke heißt es dann "Ausnahmezustand" mit Texten aus der Feder des Heimatforschers Karl Heinz Rieder. Es liest der Kreisheimatpfleger aus Eichstätt selbst vor. Nächster Halt ist die Apotheke in der Sankt-Lorenz-Straße in der Berchinger Vorstadt. Hier bringt Facharzt Dr. Ralf Mütterlein aus Parsberg einige Passagen aus "Der Zauberberg" von Thomas Mann zu Gehör.

Im ehemaligen Kinosaal im Hotel Post, Johannesbrücke 5, liest Lena Merl, Studiendirektorin an der Münchner Berufsschule zur Berufsintegration für minderjährige, unbegleitete Flüchtlinge, aus dem Buch "Buskaschi oder der Teppich meiner Mutter" von Massum Faryar vor. In dem Buch beschreibt der Autor die Geschichte Afghanistans von 1920 bis in die 80er Jahre und lässt seine autobiografisch getönte Familiengeschichte erleben.

Sechste und letzte Station bildet der Härtlstadl, Bahnhofstraße 2. Hier trägt Dagmar Fuhrmann aus Weidenwang einige Passagen aus dem Roman "Hiob" von Josef Roth vor. Für die musikalische Gestaltung sorgen Melissa Hüttner, Daniele Wittl und Helene Winter.

Treffpunkt zu einem gemütlichen Plausch zwischen den zirka eine halbe Stunde dauernden Lesungen und danach bis 24 Uhr ist das "Literaturcafé", das in der Aula der Schule eingerichtet wird. Angeboten werden neben diversen Getränken auch kleine Snacks. Hier unterhalten die Gebrüder Mühlleitner.

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