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Donnerstag, 06.08.2020

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Berg: Grünes Licht für Pflegeheim

Der Gemeinderat stimmte den Plänen der Awo Nürnberger Land einstimmig zu - 10.07.2020 09:30 Uhr

Das „AWO-Schwarzachkarre“ in Berg soll ein „Haus der Generationen“, ein Senioren-Pflegeheim mit integrierter Kindertagesstätte werden.


Awo-Vorstandsvorsitzender Christian J. Fügl wie auch die Architekten Christoph Augustin und Dimitrina Jegova aus München präsentierten dem Ratsgremium die umfangreichen Planungen und gaben dazu fachbezogene Erläuterungen. Das "Haus der Generationen" bietet 79 Pflegeplätze (alles Einzelzimmer), davon sieben Kurzzeitpflegeplätze. Auf Wunsch ist aber auch für Ehepaare die Umgestaltung auf ein Doppelzimmer möglich.

Im Erdgeschoss wird eine viergruppige Kindertagesstätte mit zwei Kinderkrippen- und zwei Kindergartengruppen für insgesamt 74 Kinder erbaut. Nicht zu vergessen ein öffentliches "Cafe der Generationen", welches ein gemütlicher Treff für Hausbewohner, für Eltern von Kindergartenkindern, aber auch für alle Bürger und Bürgerinnen werden soll.

Insgesamt 13,3 Millionen Euro

Das Awo-Projekt "Awo-Schwarzachkarre" ist mit Gesamtkosten von rund 13,3 Millionen Euro veranschlagt und wird auch mit Zuwendungen aus öffentlicher Hand – Gemeinde, Landkreis, Landesamt für Pflege – errichtet. Baubeginn soll nach Überprüfung, Bewilligung und Bearbeitung aller in Frage kommenden Fachstellen und Firmen im Herbst dieses Jahres sein.

Von einigen Ratsmitgliedern noch vorgebrachte "Mängel" – fehlende Photovoltaikanlage, zu geringe Stellplätze, Tiefgarage – konnten bereinigt werden.

Als nach Beendigung des Vortrags der Awo-Vertreter wie auch die Architekten die Runde verließen, wurden sie plötzlich und unerwartet mit viel Schimpf und Schande empfangen. Vor dem Eingangsbereich zur Mehrzweckhalle warteten auf sie mehrere Berger Bürger. Einer von ihnen hatte zuvor still und leise auf der Besuchertribüne die Beratungen verfolgt und bedachte plötzlich das Trio unerwartet mit übelsten Beschimpfungen und persönlichen Beleidigungen.

Er werde das AWO-Projekt mit aller Macht verhindern, drohte er. Er könne und werde dazu alle Rechtsmittel ausschöpfen. Die Experten aus der Landeshauptstadt waren sichtlich geschockt und wollen den Bürgermeister wie auch die Gemeinderatsmitglieder über diesen unerfreulichen Vorfall informieren. Sie überlegen, ob nicht ein weiterer Schritt folgen soll.

Punkt 3 im öffentlichen Teil endete für manchen Zuhörer (vor allem für Eltern von Schulkindern) mit einer Enttäuschung. Angekündigt waren Vorstellungen und Pläne zur "Mittagsbetreuung" wie auch zum Thema "Offene Ganztagsschule" im Bereich der Berger Bildungsstätte. Diese Thematik sollte von einem Vertreter des Schulamtes sowie einer Vertreterin aus der Bezirkshauptstadt – diese ist Koordinatorin für Ganztagsschulen bei der Regierung der Oberpfalz – fachbezogen erläutert werden. Bürgermeister Peter Bergler erklärte: "Nach einer Mail aus Regensburg wird dies heute nicht der Fall sein. Diese Sache dürfe nicht öffentlich, sondern muss vielmehr intern behandelt werden." Ein neuer Termin dafür wird bekannt gegeben.

 

H. FÜGL

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