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Samstag, 22.02.2020

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Berg plant Kinderkrippe im Seniorenheim

Ein neuartiges Experiment, die zuständigen Fachbehörden sagen Ja. - 05.02.2020 10:19 Uhr

So soll sich das neue Pflege-Seniorenheim der Arbeiterwohlfahrt Nürnberger Land bis 2021 an der Schulstraße in Berg präsentieren, wenn alles nach Plan läuft. Im Erdgeschoss wird eine viergruppige Kinderkrippe integriert. © Foto: AWO Nürnberger Land e.V.


Die Einrichtung soll im Awo-Gebäude an der Berger Schulstraße mit eingebunden werden.

Ein Blick zurück: Einvernehmen erzielten Bürgermeister Helmut Himmler, der stellvertretende Geschäftsführer der Gemeinde Thomas Stepper und Awo-Vorstandsvorsitzender Christian Fügl bei einem Treff mit der Regierung der Oberpfalz in Regensburg. Dort wurden die Entwürfe des Projektes vorgestellt und erörtert. Positiv überrascht war die Behörde über die Berger Pläne. Weniger über das Senioren- und Pflegeheim, sondern darüber, dass hier eine Kinderkrippe integriert wird. Eine solche Planung sei "völliges Neuland", präsentiere sich als bislang nicht bekanntes "neues Konzept", könne sich aber durchaus auch als Vorbild für andere Vorhaben eignen. Zutreffend sei die Bezeichnung "Haus der Generationen".

An andere Fakten und Realitäten wurde jetzt bei der Gemeinderatssitzung erinnert. Der Bürgermeister: "Das staatliche Förderprogramm für Kindergärten und Krippen ist ausgelaufen, die Fördergelder deshalb beträchtlich gemindert." Die Kosten für den Awo-Bau werden auf rund 3,2 Millionen Euro geschätzt, die Gemeinde müsse einen wesentlich höheren Eigenanteil schultern. Um an Staatsgelder zu kommen, musste das Gremium die Notwendigkeit einer weiteren Kinderkrippe feststellen. Die Awo will mehr Klarheit: Die Finanzierung der Kinderkrippe, die der Gemeinde gehört, müsse zwischen Kommune und Staat geklärt und abgesichert werden. Die Gesamtkosten für beide Projekte sind mit 13,5 Millionen Euro veranschlagt, Baubeginn für das Awo-Haus ist im Spätsommer, Fertigstellung bis Ende 2021. Ein von vielen geäußerter Wunsch wird vielleicht noch Wirklichkeit: "Die Errichtung eines Tages-Cafes soll in die Planung mit einbezogen werden", sagt Christian Fügl. Der alte Gemeinderat muss bei der nächsten Sitzung am 27. Februar im Rathaus 2 am Sophie-Scholl-Platz noch über den Loderbacher-Richtheimer "Bürgerantrag" für eine Unterführung der Staatsstraße 2240 befinden.

Bei der übernächsten Sitzung trifft sich bereits ein nach der Kommunalwahl neu formiertes Gremium.

HELMUT FÜGL

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