Sonntag, 09.05.2021

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Blitzer fühlten Rasern auf das Gaspedal

In der Oberpfalz wurden über 15000 Kontrollen durchgeführt - 22.04.2021 13:21 Uhr

In ganz Bayern hat die Polizei 24 Stunden lang gemessen.

22.04.2021 © Stefan Bergauer


„Geschwindigkeitsüberwachung ist ein zentrales Element der Verkehrssicherheitsarbeit. Sie rettet damit Leben“, sagt Polizeipräsident Norbert Zink.
Und so lag das Ziel des Blitzmarathons nicht in der Feststellung einer großen Zahl von Verkehrsverstößen, sondern vielmehr die Gefahren und Risiken von Geschwindigkeitsverstößen wieder in das Bewusstsein der Fahrzeugführer zu bringen und so letztendlich auf eine vorschriftsmäßige und angepasste Fahrweise hinzuwirken.

An insgesamt 96 Messstellen in der Oberpfalz, deren Örtlichkeiten vorab im Internet veröffentlicht worden waren, wurde die gefahrene Geschwindigkeit mit verschiedenen Arten von Geschwindigkeitsmessgeräten überwacht. An einzelnen Messstellen wurden die Fahrzeugführer unmittelbar angehalten und kontrolliert und im Gespräch für die Problematik sensibilisiert.

In den 24 Stunden des Blitzmarathons wurden Messungen bei insgesamt 15.278 Fahrzeugen durchgeführt. Hierbei waren 256 Fahrzeugführer mit überhöhter Geschwindigkeit festgestellt worden, gegen die Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet werden.
Im Vergleich zum Blitzmarathon 2019 waren dies 109 Verstöße weniger.

Den Höchstwert in der Oberpfalz erreichte ein Fahrzeugführer auf einer Landstraße im Landkreis Tirschenreuth. Bei zulässigen 100 km/h fuhr er mit 158 km/h. Der Pkw-Fahrer hat nun mit einem Bußgeld in Höhe von 240 Euro, zwei Punkten und einem Monat Fahrverbot zu rechnen.

Die Beamten konzentrierten sich nicht alleine auf Geschwindigkeitsverstöße, so dass im Rahmen der durchgeführten Kontrollen 27 weitere Verstöße geahndet werden mussten. Hierbei handelte es sich beispielsweise um nicht angelegte Sicherheitsgurte oder die Nutzung von Mobiltelefonen während der Fahrt. In einem Fall wurde ein totalgefälschter philippinischer Führerschein vorgelegt und deshalb Anzeige wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis und Urkundenfälschung erstattet

Zur Durchführung der Geschwindigkeitskontrollen waren 163 Beamte eingesetzt.

Im zurückliegenden Corona-Jahr 2020 war die Zahl der Geschwindigkeitsunfälle im Vergleich zum Vorjahr um 19,5 Prozenz zurückgegangen. Nicht angepasste oder überhöhte Geschwindigkeit bleibt dennoch eine der Hauptursachen für schwere Verkehrsunfälle. Im Jahr 2020 ereigneten sich 790 Verkehrsunfälle, deren Ursache in überhöhter oder nicht angepasster Geschwindigkeit zu sehen ist.

Bei diesen Unfällen kamen im vergangen Jahr 20 Personen ums Leben und 487 Personen wurden verletzt.

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