Donnerstag, 21.11.2019

|

Blühendes Buffet für viele Insekten

Nicht düngen, selten mähen: LBV und Marktgemeinde haben für Postbauer-Heng ein Konzept ausgearbeitet. - 08.09.2019 12:45 Uhr

Reichlich Tummelfläche für Kohlweißlinge, wie hier im Bild, aber auch für ein Fülle von anderen Insekten und dazu eine große Vielfalt an Pflanzenarten soll das neue Blühflächenkonzept von LBV und Marktgemeinde für Postbauer-Heng bieten. © Karl-Josef Hildenbrand


Armin Wimmelbücker und Dr. Bernd Söhnlein vom LBV Neumarkt haben es nun an Bürgermeister Horst Kratzer übergeben. Mit dabei waren auch Baumeister Wolfgang Götz und Bauhofleiter Walter Dorr.

Schwerpunktmäßig im Bereich Naturbad und Schulzentrum geht es los mit der insektenfreundlichen Gestaltung von Gemeindeflächen. Die Vorschläge zur Pflege der einzelnen Flächen wurden auf Grundlage der angetroffenen Arten, der bisherigen Nutzung und Pflege sowie von gemeindeeigenen Entwicklungszielen erarbeitet und sollten regelmäßig angepasst werden. Alle bearbeiteten Flächen wurden von der Gemeinde vorgeschlagen.

Auf einigen Teilflächen gibt es bereits eine hohe Anzahl an Blütenpflanzen-Arten, so wird laut Pressemitteilung der Gemeinde zumindest auf diesen Flächen eine Neuansaat überflüssig. Auf artenärmeren Flächen kann kostengünstig durch Mähgutübertragung die Artenvielfalt gesteigert werden.

Durch die Verringerung der Schnitthäufigkeit auf ein bis zwei Schnitte pro Vegetationsperiode können die auf den Flächen bereits vorkommenden Kräuter zur Blüte kommen, somit haben die Insekten erheblich mehr Nutzen. Wenn regelmäßigdas Mähgut entfernt wird und auf Mulchen und Düngen verzichtet wird, werden die Flächen nicht "überernährt", und der Artenrückgang wird aufgehalten. Damit die Blühflächen bei den Bürgeren gut ankommen, können etwa an Fußwegen kurz gemähte Pufferstreifen geschaffen werden.

Laut Konzept sollen auf geeigneten gemeindeeigenen Flächen zur Förderung der Biodiversität folgende Ziele erreicht werden: Blütenbesuchenden Insekten soll während der gesamten Vegetationsperiode ein ausreichendes Angebot an blühenden Pflanzen zur Nektar- und Pollenversorgung zur Verfügung stehen.

Auf Teilflächen sollen sich Insekten fortpflanzen, und ihre Entwicklung abschließen können. Blühpflanzen wird die Möglichkeit zur Samenreife und zum Aussamen gegeben.

Das bedeutet für die Praxis: Es wird nicht gemulcht und gedüngt, auf fünf bis zehn Prozent der Fläche wird nun einmal ab September gemäht und das Mähgut entfernt. Auf anderen Flächen wird zweimal gemäht. einaml zwischen Ende Mai und Mitte Juni, einmal ab September. Oder es wird nur abschnittsweise gemäht, also jeweils nur Teilflächen gemäht.

nn

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus: Postbauer-Heng