Donnerstag, 21.11.2019

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Bögl-Bahn schwebt durch China

Das Personennahverkehrssystem wird auf einer dreieinhalb Kilometer langen Strecke vorgestellt. - 07.09.2019 12:12 Uhr

Am Frankfurter Flughafen wurde das Magnetschwebe-Fahrzeug in ein Fracht-Flugzeug verladen, das die Sengenthaler Hochtechnologie in das Herz Chinas flog.


Nach der Inbetriebnahme soll das Fahrzeug die nachhaltigen, platzsparenden und emissionsarmen Möglichkeiten des Transport System Bögl im Nahverkehrs praktisch demonstrieren.

Auf dem Weg zu seinem Zielstandort musste das neuartige Nahverkehrssystem zunächst auf klassische Transportsysteme zurückgreifen. Über 7500 Kilometer ging es für das Fahrwerk des Transport Systems Bögl gut eingepackt von Sengenthal nach Chengdu. Los ging es mit dem Lkw an den Frankfurter Flughafen und von dort mit dem Transportflugzeug über Moskau ins geografische Zentrum der Volksrepublik. Dort wird dann noch der Wagenkasten montiert, der auf dem Seeweg nach Fernost gekommen ist.

Das Transport System Bögl bietet laut Firmenangaben Lösungen für die zukünftigen Herausforderungen der Urbanisierung. Es lasse sich platzsparend, flexibel und kosteneffizient in bestehende Verkehrssysteme integrieren. Aufgeständert, ebenerdig oder im Tunnel bedeute es eine Entlastung vom Verkehrs- und Transportinfarkt in den Städten.

Gerade in China bestehe ein großer Nachholbedarf an spurgebunden Nahverkehrssystemen, um den steigenden Verkehr in den Megastädten zu beherrschen. Dies mache das Land zum größten Markt für Personennahverkehrssysteme. Max Bögl konnte mit Chengdu Xinzhu Road & Bridge Machinery Co. Ltd. einen ersten Kooperationspartner für das Transport System Bögl gewinnen. Auf der Erprobungsstrecke in Sengenthal wurden bereits 125 000 Shuttle-Fahrten durchgeführt und dabei über 83 000 Kilometer absolviert.

 

nn/hoe

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