Breitband: Freystadt kommt beim Ausbau voran

5.4.2018, 09:54 Uhr
Im Baugebiet Großberghausen wird die zu hoch geratene Stützmauer abgeschnitten. Die Rückbauarbeiten beginnen am kommenden Montag.

Im Baugebiet Großberghausen wird die zu hoch geratene Stützmauer abgeschnitten. Die Rückbauarbeiten beginnen am kommenden Montag. © Foto: Anne Schöll

Zum Breitbandausbau erklärte Geschäftsführer Roland Zeltner von der Breitbandberatung Bayern, der Netzknotenausbau durch die Telekom sei jetzt nach gesetzlichen Änderungen möglich. Deshalb sei beabsichtigt, die Knoten Freystadt und Burggriesbach auf 100 Mbit/s aufzurüsten bis Ende 2019. Vorteil: Die Geschwindigkeit verdoppelt sich. Nachteil: Es wird zeitlich noch etwas dauern. Um den aktuellen Stand des Ausbaus darzustellen, sei eine Bitratenanalyse durchgeführt und eine Bitratenkarte erstellt worden. Hier könne man nachschauen, wie die einzelnen Anwesen aktuell versorgt sind, wie der Stand Anfang 2019 sein wird und wie es in der Vergangenheit ausgesehen hat.

"Derzeit sind nahezu 100 Prozent der Haushalte im Gemeindegebiet mit 30 Mbit/s versorgt", sagte Zeltner. Die Großgemeinde Freystadt habe einen Vorsprung von etwa drei bis vier Jahren gegenüber anderen Gemeinden, weil sie frühzeitig in die Ausschreibung gegangen ist. Bürgermeister Dorr fügte an, die berechnete Versorgung pro Adresse sei auch bei der Stadt einsehbar.

Derzeit entsteht in Freystadt eine zweite Kindertagesstätte, deren Trägerschaft die evangelische Kirchengemeinde Sulzkirchen/ Oberndorf übernimmt. Weil mehr Betreuungsplätze gebraucht werden als vorhanden, wird die Einrichtung bereits am 1. September in Betrieb gehen. Für den Übergang wird es eine Containerlösung auf dem städtischen Grundstück an der Appianistraße geben.

Mehrere Planungsgespräche mit dem Architekturbüro, dem Träger, der Stadt und dem Landratsamt habe es bereits gegeben. Fest steht, dass die Container — einer misst 16 Quadratmeter — ebenerdig platziert werden. Um die vier Gruppen samt Nebenräumen unterbringen zu können, werden etwa 40 Container benötigt. Derzeit sei man darüber, die Kosten zu ermitteln. Danach werde man entscheiden, ob man die Container ankauft oder mietet. Dorr: "Die Erfahrung aus anderen Gemeinden zeigt, dass ein Kauf wirtschaftlicher ist, wenn sich der Gebrauch über mindestens zwei Jahre hinzieht."

Fabian Seitz regte an, die Container anzukaufen und danach für die Baustelle Martinischule zu nutzen. Dorr: "Wir brauchen die Container für die Schule bereits in diesem Herbst". Zur Martinischule berichtete Dorr weiter, derzeit warte man auf den vorzeitigen Maßnahmenbeginn durch die Regierung der Oberpfalz. Er habe nachgefragt, der Antrag sei in Bearbeitung. Nach dem Bescheid werde man die Maßnahme zeitnah ausschreiben.

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