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Bürgermeister Helmut Himmler kandidiert nicht mehr

Der Berger Rathauschef nennt als Grund für den Rückzug sein persönliches Zeitlimit von 30 Jahren in der Kommunalpolitik - 25.09.2019 12:22 Uhr

Bergs- Bürgermeister Helmut Himmler kandidiert nicht mehr © Gemeinde Berg


Er informierte in einer gemeinsamen Sitzung der SPD-Gemeinderatsfraktion und des Vorstands seine Kollegen. Das Gemeindeoberhaupt erklärte, dass für ihn seit Jahren klar sei, nach 30 Jahren Kommunalpolitik — davon 24 Jahre als Bürgermeister — in Berg im Frühjahr 2020 den Stab weiterzureichen. Er sei sich völlig sicher, dass diese Entscheidung richtig sei.

Am Sophie-Scholl-Platz sei nicht der Bürgermeister der Platzhirsch, sondern der "Goldene Hirsch" am gleichnamigen Gasthof unmittelbar neben dem Rathaus. Dieser bleibe in der Mitte von Berg und damit der Gemeinde mit ihren 34 Gemeindeteilen und aktuell 7 938 Einwohnern mit Hauptwohnsitz. Einschließlich der Nebenwohnsitze leben 8 294 Menschen in der stetig wachsenden Schwarzach-Gemeinde.

Der stellvertretende Landrat dankte den Bürgern für das große Vertrauen, das ihm entgegen gebracht wurde, und das habe ihm immer eine starke Position in der Gemeinde ermöglicht. Er habe auch allen Grund zur Dankbarkeit gegenüber allen Gemeinderäten sowie all seinen Stellvertretern während dieser langen Zeit in der Verantwortung. Die Arbeit im Rat der Gemeinde sei immer geprägt gewesen von gegenseitigem Respekt, und Mittelpunkt der Beratungen seien stets die anstehenden Sachthemen gewesen.

Die Prämisse seiner von unerschütterlichem Optimismus geprägten Arbeit – so das demnächst scheidende Gemeindeoberhaupt in einer Pressemitteilung – sei immer gewesen, dass es für vernünftige Vorschläge und Projekte letztlich immer die erforderlichen Mehrheiten im Ratsgremium gebe.

Demokratie sei eben Verantwortung beziehungsweise Legitimation auf Zeit und jede Ära gehe irgendwann zu Ende. Man sei auch gut beraten, die eigene Wichtigkeit und das individuelle Ego nicht zu überschätzen. Im Landkreis und in der Gemeinde Berg werde es nach der kommenden Kommunalwahl gravierende Veränderungen mit zahlreichen neuen Frauen und Männer in Mandaten geben. Die neu gewählten Kommunalpolitiker würden ab Mai 2020 die Zukunft nach ihren Vorstellungen und Zielen gestalten. In jeder Gemeinde und in jedem Dorf gebe es vernünftige, engagierte und kenntnisreiche Bürger, und denen könne man beruhigt die Zukunft des jeweiligen Gemeinwesens anvertrauen.

Mit dem Bürgermeister erklärten die Fraktionsmitglieder Anita Vogel, Lisa Kienlein, Erna Späth, Georg Späth, Josef Geitner sowie Hannes Stepper, bei der anstehenden Kommunalwahl im März 2020 ebenso auf eine erneute Kandidatur zu verzichten. Die SPD ist die stärkste Fraktion im Berger Gemeinderat, von der aber nur Norbert Nießlbeck wieder kandidieren will.

Erna Späth, die Vorsitzende der SPD Berg, sprach von einer sehr erfolgreichen Ära, die von der SPD in Berg wesentlich geprägt worden sei. Die Kommune stehe glänzend da und sei auch gut positioniert für die Aufgaben der kommenden Jahre. Dabei seien auch die erheblichen finanziellen Rücklagen der Gemeinde nach einer äußerst verantwortungsbewussten Haushaltspolitik eine solide Basis für die immer erforderliche Weiterentwicklung der technischen und sozialen kommunalen Infrastruktur.

nn

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