Trotz Corona

Das Klinikum Neumarkt will den OP-Stau abbauen

Hauke Höpcke
Hauke Höpcke

Neumarkter Nachrichten

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13.1.2022, 18:14 Uhr
Seit Weihnachten ist die Situation auf der Intensivstation des Klinikums Neumarkt entspannt. Dadurch werden Kapazitäten frei für die

Seit Weihnachten ist die Situation auf der Intensivstation des Klinikums Neumarkt entspannt. Dadurch werden Kapazitäten frei für die "Normalversorgung" jenseits von Corona.  © NNZ

Die Corona-Pandemie war und ist ein Belastungstest für das Klinikum Neumarkt. Zusätzliche Intensivbetten sind notwendig, Stationen schließen zeitweise und Operationen werden aufgeschoben. Ärzte und Pflegepersonal fühlten sich manchmal wie auf einem Verschiebebahnhof. Sie mussten ihre gewohnten Arbeitsplätze verlassen und oft nur kurzfristig anderswo einspringen.

"Ich möchte mich ausdrücklich bedanken bei dem Personal, wie es die zusätzlichen Belastungen mit höchstem Einsatz mitgetragen hat und auch an Wochenenden eingesprungen ist", sagt René Klinger, Vorstand des Klinikums, bei einem Jahresgespräch.

Die vierte Welle hat das Klinikum kalt erwischt

Nun geht die Corona-Pandemie schon in das dritte Jahr. Die Strukturen sind vorhanden, es gibt eine Task Force, die dem Vorstand wöchentlich berichtet, und eine in der Organisation fest verortete Arbeitsgruppe Corona setzt losgelöst vom Klinik-Alltag die vielen Vorgaben um. Doch die vierte Welle im Spätherbst hat das Klinikum überrascht mit ihrer Wucht. Die Infektionszahlen stiegen rapide, in der Intensivstation war an einigen Tagen kein Platz mehr frei.

"Die medizinische Versorgung der Landkreisbevölkerung war zu jedem Zeitpunkt sichergestellt", betont Klinger. Seit Weihnachten ist die Situation spürbar entspannt. Daran wird auch die fünfte Welle wenig ändern, die mit der Omikron-Variante heranrollt. Das ergibt eine interne Prognose des Klinikums Neumarkt. "Die Inzidenzen werden höher sein als bei der vierten Welle, aber es wird wahrscheinlich nicht so viele Intensivpatienten geben", sagt Klinger.

Klinik-Chef Klinger: "Es ist ein gewisser Stau entstanden"

.Deshalb sollen 70 Betten zurück in die normale medizinische Versorgung. Denn in den vergangenen Wochen und Monaten sind zahlreiche sogenannte "elektive Operationen" verschoben worden, die medizinisch notwendig, aber nicht unaufschiebbar sind. "Es ist aus meiner Sicht ein gewisser Stau entstanden", sagt Klinger.

Es sei nur schwer erträglich, wenn etwa Krebs-Patienten von der onkologischen Station nicht operiert werden können, so Klinik-Chef Klinger..

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