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Donnerstag, 20.06.2019

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Deining schafft Kinderprämie für Bauherren ab

Künftig Nachverdichtung und Schließung von Baulücken finanziell fördern - 21.02.2019 12:21 Uhr

Es gibt viele Baulücken in den Kernorten wie hier in der Oberen Hauptstraße in Deining. Mit einer neuen Wohnungsbauförderung will die Gemeinde nun einen Anreiz schaffen, diese Lücken zu schließen. © Foto: Werner Sturm


Das Familienförderprogramm wurde zum 1. Januar 2003 ins Leben gerufen. Bereits von Beginn an gliederte es sich in die beiden Bereiche Kindergartenförderung und Wohnungsbauförderung. Die letzte Anpassung erfolgte zum 1. September 2017. Die Kindergartenförderung betrug nun 950 Euro für das erste Kindergartenjahr, die Wohnungsbauförderung je Kind 2000 Euro bei einem von der Gemeinde erworbenen Baugrundstück. Allein im vergangenen Jahr wurden so laut Bürgermeister Alois Scherer 76 000 Euro für die Wohnungsbauförderung (entspricht 19 Kindern) und 66 500 Euro für die Kindergartenförderung (70 neue Kinder im Kindergarten) ausbezahlt.

Wie der Bürgermeister nun feststellte, bedeutet die Förderung des Kindergartenbesuchs mit einem Zuschuss für das erste Kindergartenjahr in Höhe von 950 Euro aufgrund des zum 1. April 2019 vom Freistaat Bayern gewährten monatlichen Beitragszuschusses von 100 Euro eine Doppelförderung und kann daher unterbleiben. Und auch die Wohnungsbauförderung solle beim Verkauf des neuen Bauabschnittes 17 am Oberbuchfeld ausgesetzt werden, weil sie aufgrund der aktuellen Situation am Finanzmarkt oftmals nur in einem Mitnahmeeffekt verpuffe. Für die vorherigen Bauabschnitte bliebe es bei der bisherigen Regelung.

Auf den Einwand von Gemeinderat Josef Weidinger, dass dies in den Ortsteilen gleich laufen sollte, sagte Scherer, dass dem so sei.

Internet wird immer schneller

In den Ortsteilen bliebe es bei gemeindlichen Baugrundstücken in bereits erschlossenen Baugebieten bei der bisherigen Regelung. Bei künftigen Baugebieten gelte die neue Regelung, wonach auch hier eine finanzielle Förderung bis auf weiteres ausgesetzt wird.

Das ganze hat seinen Hintergrund darin, dass die Gemeinde einen Anreiz zum Schließen von Baulücken in den einzelnen Kernorten und damit zur Nachverdichtung schaffen möchte. "Hier wäre eine Förderung von zum Beispiel 5000 Euro je geschlossene Baulücke außerhalb von ausgewiesenen Wohnbaugebieten in den sogenannten Kernorten möglich", sagte Scherer und schlug vor, dass in einer informellen Sitzung des Gemeinderats Details erarbeitet werden sollten. Das Gremium stimmte dieser Vorgehensweise zu.

Im Juli letzten Jahres wurde das Unternehmen Breitbandberatung Bayern aus Neumarkt im Rahmen der Breitbandförderrichtlinie des Bundes mit der Ausarbeitung eines Glasfasermasterplanes für das gesamte Gemeindegebiet Deining beauftragt, um bei künftigen Straßenbau- und Tiefbauarbeiten eine zukunftsträchtige Mitverlegung von Leerrohren für Glasfaserausbau einplanen zu können. Geschäftsleiter Klaus Eichenseer stellte die zwischenzeitlich vorgelegte Bitraten-Analyse vor. Die Daten stammen von den jeweiligen Grundversorgern. Demnach lag die durchschnittliche Internetgeschwindigkeit im Gemeindegebiet im Jahr 2011 noch bei sechs Megabit. 2014 waren es dann schon 37 Megabit und Ende 2018 bereits 86 Megabit.

Interessant war auch, dass allein im Hauptort Deining bis Mitte des Jahres 2019 eine durchschnittliche Internetgeschwindigkeit von 91 Megabit zur Verfügung stehen wird. Eichenseer betonte, dass künftig auf der Gemeindehomepage die Möglichkeit zur Einsicht in dieses Angebot und in die eigenwirtschaftliche Ausbauplanung der Netzbetreiber geboten wird. Daraus könne jeder Breitbandnutzer die an einem beliebig wählbaren Standort verfügbare Bandbreite ersehen.

Evangelischer Namenspate

Im weiteren Verlauf der Sitzung wurde für zwölf Bauvorhaben das gemeindliche Einvernehmen erteilt. Durch die Ausweisung des neuen Bauabschnittes 17 im Baugebiet Oberbuchfelder Weg werden auch wieder neue Straßen gebaut. Die im Osten angebundene Erschließungsstraße wird als Bürgermeister-Keckl-Straße fortgeführt. Die im Westen des Baugebiets an den bisherigen Bauabschnitt 13 angebundene Trasse wird als Dr.-Lang-Straße fortgeführt.

Die in der Mitte des Baugebiets von Ost nach West verlaufende Verbindungsstraße wird auf Vorschlag der evangelischen Kirchenverwaltung nach Pfarrer Ulrich Juhenettl benannt. Dazu der Bürgermeister: "Deining war nach der Reformation über Generationen hinweg evangelisch. Juhenettl war der erste evangelische Pfarrer in Deining (1555-1562) und Gründer der Kirchenbücher (Matrikel) in der Pfarrei Deining." 

VON WERNER STURM

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