Montag, 09.12.2019

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Der Truppenübungsplatz Hohenfels bleibt

US-Army hat bei einem Treffen im Markt Laaber die Bürgermeister der Anrainer-Gemeinden informiert - 15.10.2019 09:15 Uhr

Auf Einladung von Bürgermeister Hans Schmid vom Markt Laaber waren die verantwortlichen US-Militärs aus Hohenfels zusammen mit den Bürgermeistern der Truppenübungsplatzrandgemeinden zum 37. Community Connector, ihrem jährlichen Treffen, im Brauereigasthof Plank in Laaber zusammengekommen. © Foto: Paul Böhm


Die verantwortlichen US-Militärs sind sicher, dass der Truppenübungsplatz Hohenfels noch lange bleiben wird. Sie sprechen von einem der besten Übungsplätze weltweit mit realitätsnahen Übungsbedingungen und sehen keinen Grund, dass in den nächsten Jahren ihr Engagement für Hohenfels zurückgefahren wird, sagte Oberstleutnant Brian E. McCarthy in seiner Eigenschaft als Deputy Commander der Operation Group im Joint Multinational Readiness Center den Bürgermeistern und Behördenvertretern. Auch wenn es Truppenverlagerungen geben wird, bleibe Hohenfels eine zentrale Schlüsselposition.

Wie Oberstleutnant Brian E. McCarthy resümierte, wird man zum Ende des Jahres auf zwanzig Übungsdurchgänge mit internationaler Beteiligung kommen. Erfreulich sei heuer gewesen, dass trotz des hohen Übungsaufkommens die Lärmbeschwerden zurückgegangen seien.

Mit der Übung "Dragoon Ready 20" vom 27. Oktober bis zum 13. November 2019 und "Combined Resolve XIII" vom 17. Januar bis zum 4. Februar 2020 stünden in den nächsten Monaten zwei "dicke Brocken" an. "Insgesamt könne man aber für das Jahr 2020 sagen, dass das Übungsvolumen nach den derzeitigen Planungen etwas kürzer gehalten sei.

Ein Grund: Die US-Großübung "Defender Europe 20" im April und Mai 2020 mit mehr als 37 000 Soldaten, ähnlich den Reforger-Übungen aus der Zeit des Kalten Krieges, werde Hohenfels übungsmäßig weniger beschäftigen, sagte McCarthy den Bürgermeistern. Insgesamt nehmen an der Übung Truppenverbände aus 18 Nationen teil.

Kräftig gestiegen ist heuer das Investitionsvolumen in die Infrastruktur des Truppenübungsplatzes Hohenfels. Der stellvertretende Direktor für öffentliche Arbeiten, Bernhard Weber, zeigte auf, dass in den nächsten Jahren erhebliche Finanzmittel in die Unterbringungsmöglichkeiten für Soldaten und ihre Familien gesteckt werden. Dazu kommen verschiedene Tiefbaumaßnahmen, eine verbesserte Kantine, die Renovierung des Hauptquartiers und die Sanierung von Wohnungen im Lagerbereich. Nach einem Investitionsvolumen in Höhe von knapp 28 Millionen US-Dollar im Jahr 2015 steigt das Volumen auf gut 53 Millionen US-Dollar in diesem Jahr an. In den nächsten Jahren werde es ähnlich sein.

Zurückgegangen ist die Zahl der Lärmbeschwerden während der Übungen. 2018 hatte es 25 Anrufe gegeben, heuer liegt man bei 15 Lärmbeschwerden. Elf Mal waren es Hubschrauber, drei Mal waren es zu laute Drohnenflüge und ein Mal war der Schießlärm Anlass. Wie Airfield Commander Michael A. Spalsbury informierte, sind kompetente Ansprechpartner künftig unter = (0 94 72) 7 08 24 57 von Montag bis Freitag erreichbar. An Wochenenden ist das Telefon nicht besetzt.

Übung für Feuerwehren

Im nächsten Jahr werden die Feuerwehren aus Hohenburg, Velburg, Hohenfels und Kallmünz zu einem Trainingstag mit verunfallten Hubschraubern eingeladen.

Gefreut hat man sich in Hohenfels über den Besuch des ehemaligen Kommandeurs Ronald Estep. Der Oberst war von 1980 bis 1983 Chef in Hohenfels gewesen. Gast war in diesem Jahr auch der Generalinspekteur der Bundeswehr, General Eberhard Zorn, gewesen.

Die Zusatzbeschilderung für den Kolonnenverkehr habe für klare Fahrrouten gesorgt, lobte Bürgermeister Bernhard Graf aus Hohenfels die neue Ausschilderung im Landkreis Neumarkt, speziell im Hohenfelser Bereich. Im Vilstal komme es aber immer wieder vor, dass Militärfahrzeuge und kleinere Kolonnen versuchen, über das Tor Schmidmühlen in den Übungsplatz zu gelangen. Wie Oberstleutnant Brian McCarthy betonte, werde die Ausschilderung im Vilstal nochmals auf den Prüfstand kommen. "Verfranste" Fahrzeuge würden künftig in Schmidmühlen nicht mehr zurückgeschickt, sondern in den Truppenübungsplatz eingelassen und überprüft. Dies gelte auch für Fahrzeuge anderer Nato-Partner, versicherte er gegenüber Bürgermeister Peter Braun aus Schmidmühlen.

Robert Graf berichtete, dass die Zahl der angemieteten Wohnungen von 467 aus dem Jahr 2017 bis Oktober 2019 auf 627 Wohneinheiten angestiegen sei. "Wohnungen sind nach wie vor gesucht, um alle Wohnungswünsche für die Soldaten und deren Familien erfüllen zu können". Die Belegungsquote liegt derzeit bei 97 Prozent, im Übungsplatz bei 95 Prozent. Wie Norbert Wittel erläuterte, sind derzeit im Truppenübungsplatz Hohenfels 537 deutsche Arbeitnehmer beschäftigt. "Über 30 offene Stellen gibt es zu besetzen."

 

PAUL BÖHM

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