Die Neumarkter Kibiwo hält jung

29.3.2016, 17:19 Uhr
Freundschaft ist das große Thema dieser Kibiwo. Was liegt deshalb näher als Freundschaftsbänder zu basteln, wie es in dieser Gruppe geschieht.

Freundschaft ist das große Thema dieser Kibiwo. Was liegt deshalb näher als Freundschaftsbänder zu basteln, wie es in dieser Gruppe geschieht. © Foto: Fritz Etzold

„Freunde fürs Leben“ lautete das diesjährige Motto, Grundlage ist die Freundschaft zwischen dem israelischen Königssohn Jonathan und dem harfespielenden Hirten David, der den Philister Goliath besiegte und später zum König in Jerusalem wurde. „Jeden Morgen gibt es dazu ein Anspiel, das später in den Gruppen altersgerecht behandelt wird“, sagt Pfarrer Armin Ehresmann. Er leitet die Kibiwo dieses Jahr das erste Mal federführend und ist ganz gelassen: „Das Konzept hat sich bewährt und das Team ist fast unverändert.“

Etwa „die Gretl“, wie sie alle nennen. Seit 22 Jahren sorgt sie dafür, dass sich alle wohlfühlen. Morgens um kurz nach sechs Uhr kommt Gretl Ebert als erste und stellt die Heizung in dem Zelt an. „Schließlich soll um acht Uhr niemand frieren.“

Anschließend trifft sie sich mit Gerda Grasruck in der kleinen Teeküche. Zahllose Schnittlauchbrote wollen geschmiert, Äpfel und Karotten in mundgerechte Stücke geschnitten sein „Es ist einfach herrlich unter den Kindern“, schwärmt Ebert. „Das hält mich jung und frisch.“

Die Kinder basteln unterdessen gemeinsam in ihren Gruppen, aus vielen Ecken hört man fröhliche Lieder. Mittendrin versucht Maren Kipf den Überblick zu behalten. Auch sie ist bereits ein alter Kibiwo-Hase. Als Erstklässlerin hat sie vor vielen Jahren das erstem mal mitgemacht, Nun wird sie bald konfirmiert und steht heuer das erste Mal auf der Seite der Betreuer .

Gute Freunde sind keine Stubenhocker, deshalb geht es zwischendurch zum Auslüften an die frische Luft in den Graten hinter dem Dietrich-Bonhoeffer-Haus.

Gute Freunde sind keine Stubenhocker, deshalb geht es zwischendurch zum Auslüften an die frische Luft in den Graten hinter dem Dietrich-Bonhoeffer-Haus. © Foto: Fritz Etzold

„Es bringt einfach nur viel Spaß“, sagt die Schülerin. Sie will auf jeden Fall weitermachen mit der Gemeindearbeit. Nicht nur bei der Kibiwo, sondern auch bei den Freizeiten in Grafenbuch und den jährlichen Sommerfahrten nach Südeuropa.

Gemeinsam singen

Die neunjährige Rosalie dreht gerade ein Freundschaftsband. Sorgfältig. Die schnellen Jungs toben schon durch den Raum. „Mir gefällt es am besten, mit den anderen gemeinsam zu singen“, sagt sie. Ihr Lieblingslied: „Mögen Engel Dich begleiten.“

Die Kibiwo dauert noch bis zum Freitag. Am Sonntag schließlich findet noch ein Abschlussgottesdienst im Zelt hinter dem Dietrich-Bonhoeffer-Haus statt. Darin wird noch einmal das Anspiel um David, Jonathan und die Prinzession aus dem All vorgeführt. Anschließend stellen die Kinder ihren Eltern vor, was sie in den vergangene Tagen gemacht haben.

Und gesungen wird natürlich auch. Ein Lied ist auf jeden Fall dabei: „Mögen Engel dich begleiten“. Das steht schon heute fest.

Keine Kommentare