Montag, 20.01.2020

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Digitaler Rückenwind für Ostendorfer-Gymnasium

Der Förderverein und die Schulleitung beschreiben die Auswirkungen des jüngsten Digitalkongresses - 05.12.2019 10:30 Uhr

Positive Auswirkungen auf den Unterricht und das Schulleben hatte der jüngste Digitalkongress am Ostendorfer-Gymnasium. Hier der Markt der Möglichkeiten beim Kongress. © Foto: Lisa Pürzer


  Das unterstrichen für den Förderverein als Ideengeber und maßgeblicher Motor des Digital-Mammutevents Dr. Tobias Bär sowie der zuständige Verbindungslehrer Holger Sixt, OG-Direktoratsmitglied. Wegen des großen Erfolgs kündigten sie in zwei Jahren eine Wiederholung des Digitalkongresses an.

Tobias Bär ließ keinen Zweifel dran: "Der zeitliche Aufwand im Vorfeld war riesig." Dazu kam noch ein erhebliches Kostenrisiko in Höhe von einigen tausend Euro für den Förderverein. Aber am Schluss konnte doch eine schwarze Null geschrieben werden, freuten sich die Verantwortlichen vom Förderverein.

Möglich geworden sei dies laut Bär vor allem durch eine Reihe größerer Spenden vor allem aus der heimischen Wirtschaft. "Wir wollten eine Lücke schließen zwischen Schule und Wirtschaft", unterstrich Bär das zentrale Anliegen des Fördervereins.

50 Workshops

Die Idee für den Digitalkongress war vom Fördervereinsvorsitzenden Mario Bommersbach gekommen. Die Auswahl der Referenten lief über die Schule. Insgesamt fanden bei diesem allerersten Kongress der Digitalisierung 50 Workshops mit einer Dauer von je 90 Minuten statt.

Massenweise lobende Rückmeldungen kamen zum Hauptvortrag von Professor Olaf-Axel Burow, schilderte Dr. Bär. Da seien Sätze gefallen wie "dem hätte ich noch stundenlang zuhören können." Das extrem positive Feedback habe er nicht nur von Eltern, sondern auch von Firmenvertretern und von Lehrern der 20 teilnehmenden Schulen aus dem nordbayerischen Raum gehört. Der Kongress war zugleich als Lehrerfortbildung ausgeschrieben worden.

Zur finanziellen Unterstützung gehörte auch im Vorfeld eine Spende von 30 IPads. "Diese werden inzwischen im Unterricht eingesetzt", erklärte Holger Sixt den praktischen Nutzen. So zum Beispiel auch im Fach Biologie bei der Vogelkunde. In Chemie wurden schon Versuchsabläufe per IPad aufgezeichnet.

Schüler erstellen Tutorial-Videos

Bei vielen Lehrern sei Interesse für digitale Unterrichtsmethoden geweckt worden, Mit IPads lernten Schüler selbst Tutorial-Videos zu erstellen — und so persönlich den Stoff zu verinnerlichen. Durch die Digitalisierung sei es auch einfach, den Kontakt zu Eltern und Schülern besser aufrecht zu erhalten.

Sixt machte aber auch deutlich, dass das Gymnasium keinesfalls kritiklos mit digitalen Medien umgehen wolle. "Wir wollen keinen Digital-Hype." Zu einem mündigen Umgang mit digitalen Medien müssten entsprechende Kenntnisse und Hintergründe vermittelt werden.

Der Lehrer ist überzeugt: "Die Medienkompetenz ist kein Selbstläufer." Mit den digitalen Medien solle die Schule "nicht komplett auf den Kopf gestellt werden". Durch den Kongress sollte eine "fundierte medienpädagogische Ausbildung" auf den Weg gebracht werden. Auch wenn das Ostendorfer da schon relativ weit wäre.

Ein eigenes Schülerteam solle "kleinere Reparaturen" an Technik und Kabeln verrichten sowie Hilfestellungen bieten. Für den Support sind Lehrer als Systembetreuer und Mitarbeiter des Landratsamtes zuständig. Beim Kongress halfen auch IT-Fachleute von Firmen mit.

Für den Unterricht freut sich Sixt schon auf die multifunktionalen Whiteboards als Tafelersatz im Unterricht im Neubau ab Herbst 2020.

FRANK HEIDLER

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