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Eis und Schnee machen der Müllabfuhr zu schaffen

Unter winterlichen Bedingungen kann es zu Ausfällen und Verzögerungen kommen - 18.01.2021 09:50 Uhr

Ein Müllmann zieht in Nürnberg eine Tonne zum Abfuhrwagen. Schnee und Eis auf Straßen und Gehsteigen machen der Müllabfuhr häufig das Leben schwer. Mal kommt das Auto zwischen den Schneebergen nicht durch, mal birgt der Fußweg zur Tonne große Risiken. Und feuchter Abfall kann in der Tonne festfrieren.

17.01.2021 © Foto: Stefan Hippel


So kann es passieren, dass Restmülltonnen, Papiertonnen oder Gelbe Säcke nicht in gewohnt zuverlässiger Weise geleert oder abgeholt werden können. Manchmal verhindern es die Schneedecke oder Vereisungen, mit dem Lkw steile und enge Straßen hinaufzufahren.

Was mit einem normalen Pkw oft noch unproblematisch erscheint, ist für einen schweren Lkw schon ein zu großes Sicherheitsrisiko. Auch Schneeberge am Straßenrand behindern die Müllwerker bei der Arbeit.

Eine Schneise räumen

"Bringen Sie Ihre Mülltonnen oder Ihre Gelben Säcke an die nächste Straße, die schnee- und eisfrei und gut befahrbar ist", appelliert die Behörde. Sie gibt einen besonderen Hinweis für Anfallstellen, bei denen 1100 Liter Restmüll- oder Papiercontainer genutzt werden: "Räumen Sie unbedingt eine Schneise in die Schneehaufen am Straßenrand, damit die Müllwerker die Container erreichen und zum Müllfahrzeug ziehen können."

Tonnen oder Container, die hinter Schneewällen stehen, können nur unter größten Schwierigkeiten oder auch gar nicht geleert werden.

Sollte ausnahmsweise keine Abholung erfolgen, müssen Tonnen und Säcke wieder hereingeholt werden. In Wohnbereichen, die vom Müllfahrzeug nicht angefahren werden konnten, werden die Abfälle oder Wertstoffe nach individueller Absprache beim jeweils nächsten Abfuhrtermin als "Beistellungen" mitgenommen.

Keine feuchten Abfälle

Ein weiteres Winterproblem sind eingefrorene Restmülltonnen oder Biotonnen, die sich nicht vollständig entleeren lassen: "Bitte geben Sie gerade im Winter keine feuchten Abfälle direkt in die Restmülltonnen. Windeln oder andere feuchte Abfälle können in Zeitungspapier gewickelt werden, oder aber in Plastiktüten (Einkaufstüte, Müllbeutel) gegeben werden um ein Festfrieren zu vermeiden. Bei der Biotonne können Sie Ihre Abfälle ebenfalls in Küchenkrepp oder normales Zeitungspapier einwickeln um ein Festfrieren zu vermeiden."

Stock oder Spaten

Wer am Abfuhrtag die Abfälle in den Tonnen mit einem Stock oder Spaten etwas lockert, erleichtert ebenfalls die Leerung. Wenn die Tonnen geleert sind, müssen sie unverzüglich wieder von den Straßen entfernt werden.

Das ist in der Abfallwirtschaftssatzung so geregelt und gerade im Winter wichtig. Wer selbst dazu nicht in der Lage ist, weil er berufstätig ist, möge die Nachbarn um diesen Gefallen bitten, so die Behörde. Und schließt: "Bitte stellen Sie die Müllgefäße am Abfuhrtag immer um sechs Uhr früh zur Leerung bereit."

Weitere Informationen beim Team der Abfallwirtschaft im Landratsamt, Telefon (0 91 81) 47 02 11.

nn

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