Samstag, 22.02.2020

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Endgültiges Aus für den Neumarkter Jura-Zoo

Die Gibbons und weitere Tiere werden dort weiterhin leben - 14.02.2020 10:55 Uhr

Gibbon Joschi ist das "Urviech" im Jura-Zoo. © Fritz Etzold


Nach über zwei Jahren Hin und Her kommt nun das endgültige Aus für den kleinen Zoo. Zwei Gibbonaffen, besonders bekannt ist Joschi, leben noch auf dem Areal in Neumarkt, ebenso Minipigs, Ponys, Meerschweinchen, Kaninchen und Schildkröten, sagt Michael Gottschalk, Sprecher des Neumarkter Landratsamts. In Sachen Tierhaltung und der Artenschutz haben sich im November Vertreter der zuständigen Ämter dort umgesehen, da sei alles in Ordnung; die Bedingungen, unter denen die Tier leben, werden auch weiterhin regelmäßig überprüft, so Gottschalk weiter.

Zum Hintergrund: Die Aktion Tierrechte um den Rother Simon Fischer hatte vor etwa zweieinhalb Jahren die Zustände im Jurazoo öffentlich als nicht artgerecht dargestellt und Anzeigen erstattet. Vom Landratsamt aus hat es schon vor den Vorwürfen der Tierschützer Auflagen für die Zoobetreiber gegeben, die in einer bestimmten Frist abzuarbeiten seien.

Daraufhin wurde der Zoo erst zeitweise geschlossen, bauliche Veränderungen folgten, aber einige weitere Auflagen waren zunächst nocht nicht umgesetzt. Dann hieß es, weitere Umbauten sollten folgen, bis wieder eröffnet werde, ein Förderverein sollte gegründet werden — das alles hat nicht funktioniert.

Nun ist klar: Der Jurazoo an der Sulzbürger Straße wird nicht mehr aufsperren. Die Website ist bereits offline.

Viele Tiere wurden auch, so Gottschalk weiter, an geeignete Tierhalter abgegeben. Die Aktion Tierrechte Bayern hatte in einer Pressemitteilung geschrieben, über deren Verbleib etwa von Fasanen, Eulen, Ibissen, Zwegflamingos und Sittichen herrsche Unklarheit. Laut Gottschalk seien aber alle Tiere in verantwortungsvolle Hände weitergegeben worden.

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