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Endlich: Die Neumarkter dürfen wieder in die Geschäfte

Noch müssen sie sich vorher anmelden. - 08.03.2021 16:51 Uhr

Auch das Neumarkter Haushaltswarengeschäft "Rackl am Rathaus" hat wieder geöffnet.

08.03.2021 © Günter Distler


 Erlangens Oberbürgermeister Florian Janik hat den "Shopping-Tourismus" kritisiert: In seiner Stadt durften gestern die Geschäfte wieder öffnen, Nürnberger und Fürther kamen zum Einkaufsbummel. Eine ähnliche Befürchtung hat Bernhard Pirzer, Inhaber der Frühauf-Modehäuser in Neumarkt und Freystadt nicht – auch wenn im Nachbarlandkreis Roth, von Freystadt oder auch Pyrbaum aus schnell erreichbar, wegen gesunkener Zahlen der Einzelhandel ebenfalls wieder aufgesperrt hat.



"Wir sind hier eine starke Einkaufsstadt in Freystadt, da kommen eher die Rother zu uns, als dass die Freystäder nach Roth fahren", sagt Pirzer – obwohl im Landkreis Neumarkt die Geschäfte nur nach Voranmeldung verkaufen dürfen.

Dennoch stimmen ihn die aktuellen Lockerungen hoffnungsfroh, alle seien hoch motiviert und hoffen, dass es bald wieder richtig losgeht.

Viele Neumarkter  wissen es noch gar nicht

Auch Jeanette Wimmer von Rackl am Rathaus in Neumarkt sieht einen Schritt in die richtige Richtung, auch wenn am Montag nicht sofort der große Ansturm losbrach – vielen sei noch gar nicht bekannt, dass sie sich nur kurz melden müssen und dann wieder in die Geschäfte können.

Denn das Öffnungskonzept ist gar nicht so kompliziert. Für den Landkreis Neumarkt  meldete das RKI einen Inzidenz-Wert von 52,8, Neumarkt lag damit noch knapp über der Schwelle. Doch das kann sich schnell ändern. Liegt der Inzidenzwert drei Tage am Stück unter 50, gibt der Landkreis die Öffnung des Einzelhandels für den nächsten Tag bekannt.

 

Geschieht das nicht (etwa weil Wochenende ist), erfolgt die Öffnung automatisch am fünften Tag. Für die sogenannte "Bremse" gilt die Drei-Tage-Regel mit umgekehrten Vorzeichen. Wird der Inzidenzwert von 50 oder 100 überschritten, gibt es wieder verschärfte Beschränkungen.

Für "Click & meet" gelten aber strenge Abstandsregeln

Beim sogenannten "Click & meet", dem "Terminshopping" im Einzelhandel in Gebieten mit einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz zwischen 50 und 100, gelten aber strenge Abstandsregeln. Nur ein Kunde pro 40 Quadratmeter Verkaufsfläche ist zugelassen. Die Verweilzeit ist begrenzt und der Kunde muss seine Kontaktdaten hinterlassen. Genauso wie in den Museen: Das Museum Lothar Fischer wird am Mittwoch sein rotes Tor wieder öffnen, nötig für den Besuch ist lediglich eine telefonische Anmeldung.

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Sollten die Zahlen weiter sinken und stabil unter 50 bleiben, wäre am 22. März die Öffnung der Außengastronomie und der Kinos möglich, Sport wäre kontaktfrei im Innenbereich und mit Kontakt im Außenbereich möglich.

Auch wenn mit der neuen Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung, der mittlerweile zwölften, die Ausgangsbeschränkungen weggefallen sind und man jetzt keinen triftigen Grund mehr braucht, um Haus oder Wohnung zu verlassen, so gelten weiterhin wichtige Regeln: In Neumarkt besteht nach wie vor Maskenpflicht in der Marktstraße vom Unteren Tor bis zur Einmündung in die Badstraße, in der Bahnhofstraße sowie in der Klostergasse.

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Dort ist es (wie auch am Ludwigshain, im Stadtpark, im LGS-Park und auf den Freiflächen hinterm Neuen Markt) auch nach wie vor verboten, Alkohol zu konsumieren. Gleiches gilt für die bekannten Alkoholverbotszonen in Freystadt, Parsberg und Velburg.

JÜRGEN DENNERLOHR/pg

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