Donnerstag, 17.10.2019

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Erfolgreicher Brandner Kaspar in Parsberg

Mit dem Volksstück zum Tanz mit dem Tod heimsten die Burgspiele jede Menge Applaus ein - 12.07.2019 10:16 Uhr

Der Brandner Kaspar nimmt im Himmel sein endgültiges Todesurteil entgegen und darf bleiben. Die Premiere des Volksstückes „Der Brandner Kaspar und das ewig` Leben“ bei den Burgspielen in Parsberg begeisterte das Publikum. © Foto: Werner Sturm


Es war klasse, wie die Burgschauspieler mit viel Spielwitz das humorvolle, tragisch-komische und hintersinnige Stück von Kurt Wilhelm, welches auf der literarischen Figur seines Ururgroßonkels Ritter Franz von Kobell und dessen Erzählung "Die G´schicht´ vom Brandner Kaspar" beruht, in den Burggarten zauberten. Los ging´s mit dem Boandlkramer, der seinen himmlischen Auftrag erfüllen möchte, den Brandner Kaspar in dessen 72. Lebensjahr aus dem irdischen Leben abzuholen und ins Jenseits zu begleiten.

Weil sich der Brandner aber noch gesund wie ein Fisch im Wasser fühlt, überlistet er den Tod. Zunächst macht er ihn betrunken. Dann betrügt er ihn beim Kartenspiel mit dem Gras-Ober und ergaunert sich so noch weitere 18 Lebensjahre.

Mit feiner Mimik gespielt

Regisseur Hübl spielte den ganz in schwarz gekleideten und grell weiß geschminkten Boandlkramer, wortgewandt und mit feiner Mimik. Holger Ramburger ist ihm als Brandner Kaspar ein listiger Gegenspieler.

Drei Jahre später feiert der vom vorzeitigen Ableben Verschonte im Beisein von Bürgermeister Senftl (Gregor Danil), Enkelin Marei (Corinna Hiller), der Base Theres (Stefanie Hiller) sowie in der Burschen- und Jagdgesellschaft (Sebastian Koller und Nicolas Schäfer) seinen 75. Geburtstag. Da ziehen Unheilwolken über das Tegernseer Tal. Denn die vom Brandner heißgeliebte Enkelin Marei ist verzweifelt. Sie liebt den Wilderer Florian (Johannes Eibner), der unbedingt eine Gams schießen will.

Als sie erfährt, dass ihn der eifersüchtige, herzogliche Jäger Simmerl (Jakob Pöller) verfolgt, will sie Florian warnen und stürzt selbst in den Bergen ab. Mit 24 Jahren kommt Marei in den bayerischen Himmel.

Doch der Schwindel fliegt auf, der Brandner Kaspar fehlt im Himmel, dafür ist die Marei viel zu früh da oben. Der Boandlkramer gerät gehörig unter Druck und muss sich noch einmal auf den Weg zum Brandner machen, der sich zwischenzeitlich nicht mehr an seinem erschwindelten Leben freuen kann.

Von der ersten bis zur letzten Rolle wussten alle Schauspieler zu überzeugen. Das Publikum hatte viel zu Lachen und es spendete viel Beifall.

Weitere Vorstellungen: Freitag, 12. Juli, 13., 19., 20., 21., 26. und 27. Juli. Alle ab 20.30 Uhr.

WERNER STURM

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