Mittwoch, 13.11.2019

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Erstdruck der Alceste-Partitur mit Gluck-Vorwort für Berching

Ehrenpräsident der Gluck-Gesellschaft machte der Stadt das besondere Geschenk - 03.07.2019 17:42 Uhr

Professor Gerhard Croll (Mitte) schenkte der Stadt Berching zum 305. Geburtstag von Christoph Willibald Gluck: Den Erstdruck der italienischen Alceste-Partitur. © Foto: Anton Karg


Das Buch im Folio-Format wurde 1769 in Wien von Giovanni Tomasi de Trattnern gedruckt. Gewidmet ist das Werk der österreichischen Kaiserin Maria Teresia. Im Vorwort festgehalten sind die Prinzipien Glucks zur Opernreform. Der seltene Erstdruck ist ein Stück aus der Lebens- und Schaffenszeit von Christoph Willibald Gluck und ab sofort im Museum in Berching ausgestellt.

Am 2. Juli vor genau 305 Jahren kam der Komponist und Opernreformator Christoph Willibald Gluck in Erasbach zur Welt. Dieser Tag wurde im Hans-Kuffer-Park mit Musik, Tanz, Szenen und Geschichten aus der Zeit des "größten Sohns" der Stadt an der Sulz gefeiert. Der bereits durch die letzte Landpartie bekannter "Zeitgenosse Glucks", Theaterimpresario Graf Giacomo Durazzo führte durch das Programm. Er sei aus Parma angereist, erzählt er. Mit dem klapprigen Fahrrad. Und packt den Proviantkorb mit diversen italienischen Delikatessen aus.

Die Alceste-Partitur ist eine Rarität. Die Stadt Berching erhielt den Erstdruck. © Foto: Anton Karg


Zum "Le Feste de Gluck" war aus Nürnberg angereist das virtuose Ensemble "Philharmenka", "die besten Musiker zwischen Prag und Paris, vom Staatstheater" (Giacomo), die zum Auftakt der Party "Füllt mit Schalle jubelnd die Halle" (Ch. W. Gluck) erklingen ließ. Nach einem Schluck Rotwein berichtet der Graf: "Mein Freund Christoph Willibald sagte einmal zu mir: Wo man singt da lass dich nieder, böse Menschen haben keine Lieder." Und so sollte es jetzt auch in Berching sein.

Überraschung aus der Sulz

Theaterimpresario Graf Giacomo Durazzo hatte italienische Spezialitäten im Korb und führte das Publikum durch die virtuosen Vorträge. © Foto: Anton Karg


Es sangen der Motetten-Chor Nürnberg und das famose Musiker Ensemble der Pocket Opera Company. Zur Überraschung der Gäste stieg vom Ufer der Sulz Stephanie Altmann-Eineder, die Tochter des ehemaligen Berchinger Bürgermeisters und aktuellen Präsidenten der internationalen Gluckgesellschaft, Rudolf Eineder, die Treppen hinauf und sang mit malerischem Sopran "Einen Bach, der fließt".

Später kamen junge Instrumentalisten und Sänger vom Gymnasium Beilngries unter der Leitung von Studiendirektor Bernhard Strunz.

Für die Gluck-Landpartie am 13./14. Juli sind noch wenige Karten verfügbar. www.gluckstadt-berching.de

A. KARG

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