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Donnerstag, 18.07.2019

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Finder versuchte 200 Euro von Krankenhaus zu erpressen

Der Schlüssel gehörte zu dem Auto eines Krankenhauses - Polizei musste durchgreifen - 18.06.2019 14:28 Uhr

Den Autoschlüssel hatte ein Mann in Sulzbach-Rosenberg gefunden - und wollte damit 200 Euro erpressen. © Polizei Sulzbach-Rosenberg


Am Montagnachmittag erreichte die Polizeiinspektion Sulzbach-Rosenberg ein außergewöhnlicher Anruf: Ein 47-Jähriger hatte auf einem Parkplatz an der Rosenberger Straße einen Autoschlüssel gefunden. Daran war ein Anhänger befestigt, auf dem das Kennzeichen vermerkt war. Der Finder nannte seinen Namen und forderte eine Beamtin auf, den Halter des Wagens für ihn ausfindig machen - er wolle einen Finderlohn von 200 Euro verlangen.

Die Polizisten fanden heraus, dass das Auto dem örtlichen Krankenhaus Sankt Anna gehörte und schickten einen Streifenwagen zur Wohnadresse des Finders. Dieser öffnete den Beamten allerdings nicht.

Am Dienstagmorgen erreichte die Polizeiinspektion schließlich ein Fax des 47-Jährigen. Darin beschwerte er sich, dass ihm der Halter des Autos nicht genannt wurde und dass die Polizei bei ihm "Einlass begehrt hätte", wie die Polizei in einer Pressemitteilung berichtet.
Da die Beamten seinen Anforderungen nicht nachkamen, hatte er inzwischen über ein Autohaus herausbekommen, dass der Wagen dem Krankenhaus gehört.

Schließlich schalteten die Polizisten die Staatsanwaltschaft Amberg ein und fuhren am Dienstag erneut zum Haus des Finders. Nach eindringlicher Belehrung händigte er den Fahrzeugschlüssel aus. Den Mann erwartet nun eine Strafanzeige wegen versuchter Erpressung und Fundunterschlagung. Normalerweise hätte er den Autoschlüssel noch am selben Tag entweder beim Fundamt oder bei der Polizei abgeben müssen, so die Polizei Sulzbach-Rosenberg. Der Eigentümer hat seinen Schlüssel bereits zurückerhalten.


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vek

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