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Montag, 16.09.2019

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Freies Surfen im Bus nach Berg und Lauterhofen

Mittlerweile sind schon 20 Busse im Landkreis mit WLAN-Hotspots ausgestattet. - 02.09.2019 11:38 Uhr

Ein blaues Schild an der Fahrertür zeigt: Dieser Bus ist mit einen Hotspot des BayernWLAN ausgestattet. © Hauke Höpcke


Der Zugang zum Internet ist denkbar einfach: Jeder Hotspot heißt "@BayernWLAN". Ein Passwort ist nicht notwendig. Ebenso wenig eine Registrierung oder andere Anmeldedaten. Der Jugendschutz ist durch Filter garantiert. Die Schüler können also nicht jeden Blödsinn herunterladen und pornografische oder andere Seiten sind gesperrt, die für Kinder nicht geeignet sind.

Die mit dem BayernWLAN ausgestatteten Busse erkennt man an einem Schild neben der Fahrertür. Im Landkreis Neumarkt sind es mittlerweile 20 Stück. Acht davon gehören den Stadtwerken Neumarkt, zwölf verkehren auf den ÖPNV-Linien im Landkreis Neumarkt.

Ein Drittel der Busse mit WLAN

Bei über 60 Linienbussen im Landkreis ist also noch Luft nach oben, gibt Landrat Willibald Gailler zu. Doch man werde das Angebot weiter ausbauen. "Die monatliche Gebühr ist auch ein Kostenfaktor, aber wir zahlen das gerne."

"Wir leben im Zeitalter des Sofortismus", sagt Finanzminister Albert Füracker. Dabei müsse man aufpassen, dass die Infrastruktur im ländlichen Raum funktioniere. BayernWLAN sei deshalb nach der Breitband Initiative die größte Infrastrukturmaßnahme im Freistaat. Mit jedem weiteren Hotspot werde das Netz verdichtet. Dabei gibt es spezielle Förderung für den öffentlichen Nahverkehr. Mittlerweile fahren in Bayern über 1000 Busse mit dem BayernWLAN-Aufkleber neben der Tür.

 

Für 20 Busse je Landkreis bezahlte der Freistaat die technische Ausstattung. Für weitere 20 Busse können sie bis zu 1000 Euro je Bus Förderung erhalten, was etwa die Hälfte der Kosten für die Hardware deckt.

Viel weniger Vandalismus in Bussen mit WLAN

Das WLAN im Bus ist übrigens nicht nur für die Fahrgäste interessant, sondern ganz besonders für die Unternehmer. In den Bussen mit WLAN gibt es viel weniger Schäden durch Vandalismus.

Wer mit dem Zeigefinger auf dem Display wischt, hat offensichtlich weniger Langeweile und kommt deshalb seltener auf den dummen Gedanken Sitzpolster aufzuschlitzen oder Wände zu beschmieren. 

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