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Freystadt bekommt ein Bürgerbüro

Im Rathaus wird die Anlaufstelle im Erdgeschoss eingerichtet. Das Großraumbüro bringt verschiedene Vorteile. - 11.07.2020 11:29 Uhr

Die Blickachse vom Rathauseingang bis auf den nördlichen Teil des Marktplatzes wird umgestaltet. Auf der ganzen Länge des hinteren Teils wird ein behindertengerechtes Bürgerbüro eingerichtet .

© Foto: Anne Schöll


Bei der Generalsanierung samt Umbau des Rathauses im Jahr 2000 ist die Kanzlei im ersten Stock mit fünf Bediensteten, die sich um die Anliegen der Bürger gekümmert haben, zugunsten von Einzelbüros abgeschafft worden, erinnerte Bürgermeister Alexander Dorr bei der jüngsten Sitzung. Schon vor einigen Jahren habe man Überlegungen angestellt, wieder eine zentrale Anlaufstelle im Rathaus einzurichten. Nachdem das Bauamt jetzt in die ehemalige Knabenschule ausgelagert worden ist, gibt es freie Räume im Erdgeschoss.

Als Vorteil für ein Bürgerbüro steht eine optisch gut erkennbare Anlaufstelle. Urlaubs- und Krankheitsvertretungen sind leichter händelbar. Außerdem lernen die Auszubildenden in diesem Großraumbüro die Vielfalt der anfallenden Arbeiten und interne Zusammenhänge besser kennen. Ein anderer Punkt ist die Sicherheit der Mitarbeiter in der Gruppe, sollten schwierige Kundenauftritte eintreten. Daneben gibt es aus Datenschutzgründen ein Besprechungszimmer und einen räumlich getrennten Tresen für Bürgergespräche.

Das Großraumbüro wird im hinteren Teil des Rathauses Richtung nördlicher Marktplatz über die gesamte Gebäudelänge platziert. In die frei gewordenen Räume des Bauamtes zieht die Kulturabteilung und die Abteilung für öffentliche Sicherheit und Ordnung ein. Als letzten Schritt plant man den behindertengerechten Umbau des öffentlichen WCs im Erdgeschoss.

Architekt Sebastian Tischinger vom Bauamt legte die Pläne vor. Demnach wird die bisherige Flügeltüre am Rathauseingang durch eine Schiebetür ersetzt, das Bürgerbüro am Zugang hin mit einer Glastür abgetrennt. Ohne das Behinderten-WC nannte Tischinger eine Summe von knapp 147 000 Euro für diesem Umbau und betonte, der Bauhof soll eingebunden werden. Eine größere Ersparnis ergibt das nicht, denn auch Bauhofmitarbeiter erhalten Lohn, so der Hinweis von Robert Hackner.

Anton Ferschl erfuhr auf Nachfrage, dass es zu dieser Maßnahme keine Fördergelder gibt. Hackner fragte, ob ein so großer Ansturm an Bürgern erwartet werde. Alle arbeiteten doch daran, dass jeder Antrag und jedes Problem digital gelöst werden könne. Dorr sagte dazu, es gebe Menschen, die weder PC noch Handy haben. Der persönliche Kontakt soll weiterhin als Service angeboten werden.

Auf Nachfrage nach der Statik des Gebäudes erklärte Tischinger: "Wir verändern nichts. Alles erfolgt in Trockenbauweise." Dorr möchte alles noch im Herbst verwirklichen und der Stadtrat stimmte dem geplanten Umbau samt Kostenberechnung ohne Einwände zu.

ANNE SCHÖLL

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