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Dienstag, 07.07.2020

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Freystadt: Neues aus den Storchennestern

In drei Domizilen wächst jeweils ein Junges auf - 26.05.2020 09:09 Uhr

Der Jungvogel im Nest auf dem Kamin der Schreinerei Klebl schaut schon ganz frech über seinen Nestrand und wartet auf Futternachschub. © Foto: Anne Schöll


Auf dem Horst im Oberen Torturm (Allersberger Straße) hat das Storchenpaar – es ist das gleiche wie im letzten Jahr – drei Eier ausgebrütet. Die junge Freystädterin Silvia Augustin, die die Vorgänge in den Nestern beobachtet und dokumentiert, hat festgestellt, dass das Paar am 22. April das Füttern begonnen hat. Drei Küken hat sie beim Blick durch ihr Spektiv entdeckt.

Tot auf der Straße

Doch das blieb nicht lange so, denn schon am 3. Mai fand man eines tot auf der Straße, ein paar Tage später das zweite. Ursachen kann es mehrere geben, warum sie verendet sind. Das verbliebene aber wird von den Eltern gut gepflegt und gefüttert. "Es ist schon relativ groß und hat bereits die typischen, schwarzen Federn", erzählt Augustin.

Im Nest auf dem Kamin der Schreinerei Klebl am Stadtgraben hat es Ende April ebenfalls dreimal Nachwuchs gegeben. Hier hat sich der Storch vom letzten Jahr mit einer neuen Störchin niedergelassen, die 2013 in Hochheim im Main-Taunus-Kreis beringt worden ist.

Die traurige Nachricht: Es kommt augenscheinlich nur ein Junges durch. Die anderen beiden haben die Nachtfröste Anfang Mai nicht überlebt.

Nur noch ein Schnabel

Das Paar vom Vorjahr hat den südlichen Turm (Berchinger Straße) im Frühjahr wieder als Domizil erwählt. Hier hat die Storchenbeobachterin Anfang Mai festgestellt, dass die Eltern zwei bettelnde Junge mit Futter versorgt haben. Es muss aber ein Jungvogel verendet sein, denn seit einer Woche reckt nur noch ein Küken den Schnabel hoch, wenn es Futter gibt. Die gute Nachricht von Silvia Augustin: "Alle drei stehen sehr gut im Futter." Eine vierte Storchenwohnung, die Nisthilfe auf dem Vogelbeobachtungsturm im Schwarzachbiotop hinter dem Franziskanerkloster, die im vorigen Jahr montiert worden ist, blieb auch heuer leer.

ANNE SCHÖLL

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