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Freystädter Badminton-Ass Pistorius meldet sich zurück

Er erreicht nach langer Verletzungspause das Achtelfinale - 25.06.2019 12:43 Uhr

Acht Monate lang war Johannes Pistorius wegen einer Handverletzung lahmgelegt. Auf internationalem Parkett, in Madrid, wagte er das Comeback. © Foto: Pistorius


Das Feld war stark besetzt: Es ging für viele Spieler nicht nur um 25 000 Dollar Preisgeld, sondern auch um wichtige Weltranglistenpunkte auf dem Weg zu Olympia, Tokio 2020.

Im Oktober 2018 hatte sich Pistorius an der Schlaghand verletzt und war zum Pausieren verdammt. Eine schwierige Situation auch für den TSV Freystadt, der zwei Drittel der Bundesligasaison auf den Leistungsträger verzichten musste. Für Johannes Pistorius doppelt schlimm, da er sich durch mehrere internationale Top-Platzierungen in der Weltrangliste unter die Top 100 vorgearbeitet hatte. Die Verletzung kostete ihn viele wertvolle Plätze: Er ist auf Rang 245 abgerutscht.

Ausdauer und Kraft trainiert

Durch intensives Lauf- und Krafttraining hielt er sich fit, um die Zeit ohne Badminton-Training sportlich sinnvoll zu gestalten. Im Mai dann die erlösende Nachricht vom Spezialisten: die Verletzung ist auskuriert und er darf wieder mit dem Training auf dem Court beginnen.

Auch wenn er noch nicht seine Bestform erreicht hat, sollten die Spanish International in Madrid nach Rücksprache mit dem Bundestrainer ein erster Test sein.

Im Mixed musste Pistorius mit Partnerin Judith Petrikowski vom BV Mühlheim in die Qualifikation. Durch zwei Siege ohne Satzverlust gegen die Spanier Sabchez/Navarro und die deutschen Nationalspieler Hess/Küspert erreichten sie das Hauptfeld, verloren dann aber in der ersten Runde gegen die Dänen Molhede/Lundgard in zwei Sätzen mit 14:21 und 17:21.

Im Herrendoppel mit Partner Daniel Hess vom 1. BC Bonn-Beuel traf er im Achtelfinale auf die starken Dänen Eipe/Kjaer. Den ersten Satz gewannen die Deutschen knapp mit 21:19, verloren dann aber den zweiten und dritten Satz gegen die späteren Finalisten mit 12:21 und 11:21. "Meine Fähigkeiten sind noch da, aber was die Schlaghärte und das Tempo betrifft, bin ich sicherlich noch nicht bei 100 Prozent", sagte Johannes Pistorius nach dem Wettkampf. Offen ist, ob er bereits am 2. Juli in Kanada und im direkten Anschluss in den USA zwei Topturniere des BWF spielen oder die nächsten Wochen den Focus stärker auf das Training legen wird. 

nn

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