Grundsteinlegung an der Habersmühle

Fuchs Europoles baut ein rekordverdächtiges Werk in Neumarkt

RESSORT: Lokales / Sonstiges..DATUM: 14.09.16..FOTO: Michael Matejka ..MOTIV: Mitarbeiterporträt / Mitarbeiterportrait: Philip Hauck..ANZAHL: 1 von 1..
Philip Hauck

Neumarkter Nachrichten

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10.7.2021, 12:57 Uhr
Staatsminister Albert Füracker (von links), Bruno Jacobfeuerborn und Europoles-Geschäftsführer Conrad Fuchs am „Grundstein“ vor dem neuen Verwaltungsgebäude.

Staatsminister Albert Füracker (von links), Bruno Jacobfeuerborn und Europoles-Geschäftsführer Conrad Fuchs am „Grundstein“ vor dem neuen Verwaltungsgebäude. © Fritz-Wolfgang Etzold, NNZ

Superlative werden bei der Firma Fuchs Europoles groß geschrieben. Das erkennt man schon daran, wie Europas führender Hersteller von Masten, Türmen und Stützen eine Grundsteinlegung zelebriert: Mit hochrangigen Gästen aus Politik und Wirtschaft, einem Festzelt, das dem Volksfest Konkurrenz macht und einem Grundstein, der eigentlich ein Grundmast ist.

Jenen befüllten am Freitag geschäftsführender Gesellschafter Conrad Fuchs, Finanzminister Albert Füracker, Bruno Jacobfeuerborn (Deutsche Funkturm GmbH), Landrat Willibald Gailler und Oberbürgermeister Thomas Thumann mit symbolträchtigen Gegenständen.

Sie versenkten einen Wasserhahn, der für den Tiefbrunnen und die Nutzung des Regenwassers am neuen Produktionsgelände steht. Und einen Gashahn, der den künftigen Verzicht auf fossile Brennstoffe verdeutlicht: An der Habersmühle werden eine Hackschnitzel-Heizung und eine 750 kw/p-Photovoltaikanlage CO2 einsparen.

Auch ein Dieselkanister landete im Betondenkmal, weil die Fahrzeugflotte innerbetrieblich auf Elektro umgestellt wird. Während Albert Füracker ein NN-Exemplar in eine Kapsel steckte und hineinwarf, mörtelten Vater und Sohn Fuchs den Betonmast auf, ehe Kranfahrer Uwe den Deckel aufsetzte.

Schon während der vorangegangenen Grußworte jagte ein Superlativ den nächsten: „Hier wird für die ganze Welt produziert“, sagte Albert Füracker und nannte als Beispiel den Dubaier Flughafen, dessen Beleuchtung an Fuchs-Masten befestigt ist. Der Staatsminister und gebürtige Parsberger freute sich deshalb umso mehr über das Bekenntnis zum Standort Neumarkt - „und damit auch zu Qualität und Nachhaltigkeit“.

13.500 Lkw-Ladungen

Der Neubau des Produktions-Standortes klingt schon am Tag der Grundsteinlegung rekordverdächtig: Am Vormittag des 17. Februar überreichte Oberbürgermeister Thumann die erste Baugenehmigung. Am Nachmittag rollten bereits die ersten Bagger und Raupen an der Habersmühle an. Seither wurde einiges bewegt - und zwar buchstäblich: 350.000 Tonnen Boden und Füllmaterial räumten die Bauarbeiter und Maschinen in Hanglage um. Das entspricht 13.500 Lkw-Ladungen.

Ein kleines Volksfest feierte Fuchs Europoles auf der Baustelle.

Ein kleines Volksfest feierte Fuchs Europoles auf der Baustelle. © Fritz-Wolfgang Etzold, NNZ

Damit der Untergrund später die zehn Hallen, zwei Portalkräne und das Verwaltungsgebäude trägt, wurden hunderte Bohrpfähle in das Erdreich getrieben. Aneinandergereiht hätten sie eine Länge von 40 Kilometern. Bis Ende des Jahres soll die Fertigung an die Habersmühle umziehen.

Das wäre trotz Corona, trotz schlechten Wetters, trotz gestiegener Baustoffpreise bereits zehn Monate nach Baubeginn - ganz nach dem Geschmack der Firmenfamilie Fuchs.

Die Auftragsbücher sind schon jetzt prall gefüllt. Allein die Deutsche Funkturm GmbH, eine Tochter der Telekom, bestellt pro Jahr rund 500 Masten. „Wir werden dieses Werk schon auslasten“, versprach Geschäftsführer Bruno Jacobfeuerborn augenzwinkernd.