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Dienstag, 15.10.2019

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Gräberfelder und Baumbestattungen in Velburg

Am Friedhof in Velburg werden zusätzliche Möglichkeiten für die Urnenbestattung geschaffen. - 15.09.2019 14:36 Uhr

Am Friedhof in Velburg werden zusätzliche Möglichkeiten für die Urnenbestattung geschaffen. © Foto: Werner Sturm


In der der Friedhofs- und Grabmalkultur ist ein großer Wandel eingetreten. Neben dem Erdbegräbnis als tradierte Bestattungsform ist heutzutage immer mehr die Feuerbestattung getreten, anonyme Bestattungen und Urnenbeisetzungen auf See oder im Wald sind keine Seltenheit mehr.

Auch im städtischen Friedhof in Velburg hat laut Bürgermeister Bernhard Kraus die Nachfrage an Urnengrab-Anlagen in der Vergangenheit enorm zugenommen. Aktuell seien lediglich zwei Grabstätten in den vorhanden Urnen-Wänden frei. Es bestehe somit dringender Handlungsbedarf.

Bereits in der Stadtratssitzung im Juni 2019 wurde dazu ein Konzept von Kreisfachberater Kraus aus Breitenbrunn besprochen. Das beinhaltet die Gliederung des Erweiterungsteils am Friedhof in drei neue Abteile.

In der jüngsten Stadtratssitzung stellte Kraus nun das Konzept persönlich vor. Er sprach sich dafür aus, mehrere Modelle zu verwirklichen. Als Erstes schlug er ein Gräberfeld mit einzelnen Urnengräbern und individuellen Grabzeichen vor.

Damit würde ein nahtloser Übergang zu der bereits belegten Fläche geschaffen. Die in Reihen angelegten Gräber sollten nicht größer als ein Meter mal 70 Zentimeter sein. Die Gräber seien von den jeweiligen Grabnutzern gärtnerisch anzulegen.

Als Zweites sprach sich Kraus für ein Gräberfeld aus, das als Gemeinschaftsgräberfeld angelegt wird. Hier könne man ein zentrales Zeichen aufstellen, während die Gräber in Reihen angelegt würden und die Stelle, wo eine Urne eingegraben wird mit einer schlichten, einheitlichen, 30 mal 30 Zentimeter großen Platte markiert wird.

Letzte Ruhe unter Bäumen

Auf der könnten der Name, Geburts- und Sterbedatum des oder der Verstorbenen eingraviert werden. Damit ein gemeinschaftliches Bild erreicht werde, solle die Stadt in Zusammenarbeit mit einem Steinmetzbetrieb entsprechende Platten anschaffen oder vorhalten und den Angehörigen dann zur Verfügung stellen. Die Grabfläche soll von der Stadt bepflanzt und gepflegt werden.

Als Drittes sei laut Franz zu überlegen, ob nicht als weitere Bestattungsmöglichkeit eine Baumbestattung angeboten werden soll. Das Umfeld im südlichen Bereich des Friedhofs würde sich dazu eignen. Dazu sollten in der Fläche noch einzelne großkronige Bäume gepflanzt werden. Die Urnen würden in die Rasenfläche versenkt.

Damit man die Namen der dort beigesetzten Menschen nachvollziehen könne, sollte auf der Fläche ein Kunstwerk errichtet werden mit der Möglichkeit die Namen der Verstorbenen anzubringen.

Dazu sollte man eine Fläche gestalten, auf der die Hinterbliebenen Blumen, Kerzen oder ähnliches aufstellen könnten.

Im dritten Abteil solle außerdem eine Gedenkstätte für die gefundenen Skelette in der Burgstraße errichtet werden. Die Vorschläge wurden angenommen. Vorerst sollen lediglich der erste und dritte Abschnitt umgesetzt werden. Eine Arbeitsgruppe wird das in die Hand nehmen.

WERNER STURM

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