Dienstag, 12.11.2019

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Grünes Licht für neues Gymnasium in Parsberg

Der Kreistag hat einstimmig die Erweiterung, den Umbau und die Generalsanierung der Schule gestimmt - 16.10.2019 09:00 Uhr

Bis 2024 werden nach aktueller Berechnung rund 36,7 Millionen Euro in den Bau und Umbau des Parsberger Gymnasiums investiert. Im kommenden Frühjahr sollen die Bagger anrücken. © Archivfoto: Werner Sturm


Im Frühjahr 2021 sollen die Bagger anrollen. Pro Bauabschnitt wird ein Jahr veranschlagt, so dass bei drei Bauabschnitten mit einer Fertigstellung im Jahr 2024 zu rechnen ist. Drei Jahre lang werden Schüler und Lehrer mit Baumaschinen und Baulärm zu kämpfen haben, den man allerdings gering halten will.

"Die Abbrucharbeiten, die viel Lärm verursachen, werden in den Ferien durchgeführt", sagte Markus Mederer als Sachgebietsleiter Hochbau am Landratsamt. Auch die überarbeitete Kostenberechnung präsentierte er dem Kreisparlament. Derzeit liegen die Gesamtkosten bei gut 36,7 Millionen Euro. Vor einem Jahr lag die Kostenschätzung bei 32 Millionen Euro.

Durch die Wahl günstigerer Bodenbeläge und der Reduzierung des Dachaufbaus wurden die Kosten um gut 1,4 Millionen Euro reduziert. "Für die jetzigen Gesamtkosten sind fünf Prozent wegen der gestiegenen Baukosten eingerechnet", erläuterte Mederer.

Während der Bauzeit müssen auch acht Klassen ausgelagert werden. Der Unterricht findet dann in Schulcontainern statt sowie im Flachbau des Sonderpädagogischen Zentrums, wofür 800 000 € aufgewendet werden müssen.

"Wichtiges Standbein"

Mederer schlüsselte die einzelnen Posten auf: Teuerste Maßnahme ist die Baukonstruktion mit 14,3 Millionen Euro, gefolgt von den technischen Anlagen mit 10,5 Millionen und den Baunebenkosten mit sechs Millionen. Die Ausstattung der Schule nimmt sich mit knapp 600 000 Euro dagegen niedrig aus.

"Das Gymnasium Parsberg ist ein wichtiges Standbein", betonte Landrat Willibald Gailler. In diesem Jahr sollen die Förderanträge fertig gestellt werden. Man rechnet mit staatlichen Zuwendungen in Höhe von 15 Millionen Euro, 21,76 Millionen müssen die beiden Landkreise Neumarkt und Regensburg schultern. Jeder Kreis trägt mit 10,88 Millionen die Hälfte, weil die Schülerschaft in etwa zur Hälfte aus den beiden Landkreisen kommt.

Mit der Ausschreibung der Bauarbeiten soll es im Frühjahr des kommenden Jahres losgehen. Der Regensburger Architekt Stefan Vogl, Landschaftsarchitekt Günter Spörl, Christian Hägler und Fabian Niedermeier für die Elektroarbeiten, Frank Ulbrich für Heizung und Lüftung sowie Statiker Walter Muck sind bei den Planungen federführend.

Das Schulgebäude, verbunden mit den Außenanlagen, ist komplett barrierefrei. In jedem Klassenzimmer wird es am Lehrerpult einen Touchscreen anstelle der herkömmlichen Tafel geben. Beheizt wird die Schule mit Fernwärme. Auf dem Dach wird eine Photovoltaikanlage installiert. Auch durch wasserlose Urinale soll gespart werden. Das Licht in den Klassenzimmern geht bei Leerstand automatisch aus.

Schulfamilie war eingebunden

Parsbergs neuer Schulleiter Manfred Hößl zeigte sich mit dem Konzept zufrieden. In zwei Workshops wurde zuvor die Schulfamilie eingebunden. "Alles hat Hand und Fuß. Die Schule ist zukunftssicher und entspricht modernen Unterrichtsanforderungen", hob Lößl hervor.

Kreisrat Dr. Roland Schlusche (Grüne) hätte gerne eine andere Gestaltung der Klassenzimmer gesehen. "So erinnert alles an Frontalunterricht", meinte der Kreisrat. Alois Scherer, Deinings Bürgermeister und CSU-Fraktionsvorsitzender, lobte die Arbeit des Planerteams, auch wenn die Schule sehr teuer sei. "Aber für die Parsberger Schüler soll uns nichts zu teuer sein", signalisierte er die Zustimmung seiner Partei.

FRANZ XAVER MEYER

 

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