Stadtrat gibt grünes Licht

Günchinger dürfen ihr Dorfhaus umbauen

10.9.2021, 17:13 Uhr
Das Dorfhaus in Günching wird umgebaut und modernisiert.

Das Dorfhaus in Günching wird umgebaut und modernisiert. © Werner Sturm, NN

Der Umbau des Dorfhauses ist ein zentraler Punkt der einfachen Dorferneuerung in Günching. Jetzt hat der Velburger Stadtrat einstimmig grünes Licht für dieses Vorhaben gegeben, in das rund 316.000 Euro inklusive Eigenleistung fließen werden. Viele Zuhörer aus Günching waren zu der Sitzung in die Schulturnhalle gekommen, darunter Marco Sindel und Luis Faltus vom Verein „Dorfgemeinschaft Günching“.

Bürgermeister Christian Schmid erklärte, dass das Amt für ländliche Entwicklung folgende Maßnahmen im Zuge der einfachen Dorferneuerung in Günching als grundsätzlich zuwendungsfähig anerkannt hat: die Erweiterung und Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses, die Neugestaltung der Freiflächen beim Dorfgemeinschaftshaus, die Schaffung einer neuen Dorfmitte, die Umgestaltung und ökologische Aufwertung der Freiflächen im Umfeld des Feuerwehrhauses und die begleitende gestalterische Beratung.

Der Thekenbereich im Dorfhaus in Günching wird ebenfalls umgebaut.

Der Thekenbereich im Dorfhaus in Günching wird ebenfalls umgebaut. © Werner Sturm, NN

Die beauftragte Architektin Gertraud Bayerl stellte vor, was am Dorfhaus alles passieren soll. Dazu zählen das Anbringen neuer Dachrinnen und Fallrohre, die Neugestaltung des Eingangsbereich und des Treppenaufgangs mit einem verkleideten Windschutz und einem verlängerten Vordach, die Errichtung einer Rampe für einen barrierefreien Zugang, eine barrierefreie Toilette im Erdgeschoss, neue Wandverkleidungen und eine neue Möblierung im Gastraum, der Umbau der Theke und die Erweiterung der Küche, die Entfernung der alten Ölheizung und der Einbau einer Luft-Wärmepumpe für Fußbodenheizung, ein Kamin- oder Pellet-Ofen im Gastraum und eine neue Terrassenüberdachung.

1770 Stunden Eigenleistung

Laut Bayerl liegen die dafür entstehenden Baukosten bei etwa 316.000 Euro. Dieser Betrag vermindert sich aber um die eingebrachte Eigenleistung der Dorfgemeinschaft, welche die Architektin mit mindestens 1770 Stunden oder umgerechnet 21.000 Euro bezifferte. Das Amt für ländliche Entwicklung hat einen Zuschuss von 51 Prozent der förderfähigen Kosten in Aussicht gestellt. Nach eingehender Beratung billigte das Gremium die vorgestellten Planungen und ermächtigte die Verwaltung auf dieser Grundlage den Bau- und Zuwendungsantrag zu erstellen.

Keine Einwände gab es im weiteren Verlauf der Sitzung gegen mehrere Bauanträge, darunter die Erweiterung einer Lagerhalle in Deusmauer, die Errichtung eines Einfamilienwohnhauses mit Einliegerwohnung und Doppelgarage in Oberweiling, der Neubau eines Einfamilienhauses am Finkenherd in Velburg sowie der Neubau eines Mehrfamilienhauses mit fünf Wohneinheiten am Sperlasberg in Velburg.

Bekanntgegeben wurden Vergaben aus nichtöffentlicher Sitzung: Die Erschließung des Baugebietes Kellerweg führt für 1.117.087 Euro brutto die Swietelsky Baugesellschaft durch.

Die Baumeisterarbeiten zur Sanierung des Pumpwerks in Lengenfeld übernimmt die Firma Segerer für 142.194 Euro netto. Ferner beschloss der Stadtrat, die in der Sanierungssatzung der Stadt festgelegte Sanierungsfrist um weitere 15 Jahre bis zum 31. Dezember 2036 zu verlängern.

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