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Mittwoch, 15.07.2020

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Heike Regnet: Bürgermeisterkandidatin Freystadt FGG

Heike Regnet © Stephanie Stark


Name:

Heike Regnet


Alter:

54


Beruf:

Redakteurin


Wohnort:

92342 Möning


Partei:

Sonstige, FGG Freystadt-gemeinsam-gestalten


Liste:

Sonstige, FGG Freystadt-gemeinsam-gestalten


E-Mail:

heike.regnet@t-online.de


Mit mir an der Spitze werden sich in den nächsten sechs Jahren diese drei Dinge als erstes ändern:

Um Freystadt weiter voranzubringen, ist es wichtig, dass sich alle Beteiligten kennenlernen. Im neuen Stadtrat wird es Veränderungen geben, alleine schon deshalb, weil viele der ehemaligen Räte nicht mehr kandidieren. Erster Schritt muss es daher sein, sich ein paar Tage bzw. ein Wochenende Zeit zu nehmen, um miteinander die künftigen Ziele festzulegen und gemeinsam Ideen zur Umsetzung zu sammeln. Mitarbeiter aus der Verwaltung sollten hier ebenfalls eingebunden sein. Auch die Abteilungen im Rathaus sollten auf den Prüfstand gestellt werden. Was läuft gut, wo besteht Nachbesserungsbedarf? Nur zufriedene Mitarbeiter sind ein Garant dafür, dass „der Laden auch läuft“. Wenn das soziale Miteinander stimmt, sowohl im Stadtrat als auch im Rathaus, ist ein erster wichtiger Schritt in die richtige Richtung getan. Handlungsbedarf besteht in der Gemeinde Freystadt in vielen Bereichen, doch wäre es jetzt meiner Meinung nach zu einfach, große Versprechungen zu machen. Die laufende Erweiterung der Martini-Schule und der Bau der Kindergärten sorgen gerade für ein rapides Ansteigen des Schuldenstandes der Stadt. Nächstes dringendes Projekt ist die Sanierung der Mehrzweckhalle, die ebenfalls immense Kosten verursachen wird. Um allen Anforderungen gerecht zu werden, muss endlich die seit langem geforderte Prioritätenliste für Projekte in der gesamten Gemeinde erstellt werden. Hierbei sollte auch der Stadtrat eingebunden werden. Wichtig ist zudem, dass von allen Politikern so hoch gelobte Ehrenamt endlich durch einen hauptamtlichen Mitarbeiter im Rathaus zu unterstützen. Die wachsende Bürokratie ist einer der Hauptgründe, warum es in den Vereinen schwieriger wird, bei Neuwahlen die Vorstandschaft zu besetzen. Schon das Bestücken einer Homepage kann aus rechtlicher Sicht zum Problem werden. Zu kurz gekommen sind auch Jugendarbeit und ökologische Themen. Der jetzt angedachte Jugendtreff ist wieder nur eine Übergangslösung. Hier sollte endlich in die Zukunft geplant werden.

Das größte Ärgernis in meiner Gemeinde/Stadt/in meinem Landkreis ist…

Durch meine Arbeit als Redakteurin bin ich seit über 30 Jahren in der gesamten Großgemeinde bei den unterschiedlichsten Anlässen unterwegs, um darüber zu berichten. Unzählige Vereine und Gruppen engagieren sich in vielen Bereichen, doch im Lauf der Jahre hat sich auch hier so einiges verändert. Nicht nur in der Stadt, auch in den Dörfern schwindet das Zusammengehörigkeitsgefühl zusehends. Es wächst die Unzufriedenheit, denn zu viele Themen werden auf den Schultern der ehrenamtlich Engagierten abgeladen. Hier sehe ich die Stadt in der Pflicht, endlich mehr als bisher zu tun. Das Ehrenamt mit einem herzlichen „Dankeschön“ und einem, in meinen Augen doch meist sehr geringen Vereinszuschuss am Jahresende abzuspeisen, halte ich für viel zu wenig. Den Vereinen sollte endlich ein hauptamtlicher Mitarbeiter der Stadt als verlässlicher Ansprechpartner zur Seite gestellt werden. Ob beim Organisieren eines Festes und dem Einholen der dafür nötigen Genehmigungen oder beim Beantragen von Zuschüssen – der hauptamtliche Mitarbeiter unterstützt die Vereine in allen Bereichen, wenn der Bedarf besteht. Zudem könnten durch die Stadt weitere Projekte angeschoben werden, wie zum Beispiel die Gründung von Nachbarschaftshilfen in allen Orten der Großgemeinde. Bislang gibt es nur in Möning eine Nachbarschaftshilfe, die in Eigenregie initiiert wurde. Gerade hier aber ist es wichtig, die gesetzlichen Vorgaben zu kennen. Der hauptamtliche Mitarbeiter im Rathaus wäre da sicher eine richtige und wichtige Anlaufstelle.

Dafür würde ich auf der Straße demonstrieren: Zu

Diese Frage ist schnell beantwortet: Wenn Menschenrechte verletzt und/oder das Recht zur freien Meinungsäußerung beschnitten werden. Sicher gibt es derzeit zahlreiche Gründe, sich für oder gegen etwas zu engagieren - Stichpunkte sind da natürlich der Klimawandel, die geplante Stromtrasse oder auch die Landwirtschaft. Wichtiger aber, als auf der Straße zu demonstrieren, ist es für mich, sich erst einmal umfassend zu informieren. Die Themen sind vielschichtig und einfach nur gegen oder für etwas zu sein, ist leicht. Um sich aber eine wirkliche Meinung bilden zu können, ist es wichtig, Hintergründe zu erfahren. Nur so kann letztlich auch an Lösungen gearbeitet werden. Eine Demonstration ist da sicher nicht meine erste Wahl.

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